Hospiz-Arbeit
Symbol der Hoffnung: Die Engels-Fackel leuchtet vor dem Rathaus
Ein ganz besonderes Symbol der Zuversicht hat jetzt den Weg auf den Wiesbadener Schlossplatz gefunden. Die leuchtende Engels-Fackel zieht derzeit über tausende Kilometer hinweg die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das im Alltag vieler betroffener Familien eine schmerzhafte Rolle spielt. Unterstützt vom heimischen Kinderhospiz Bärenherz und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wurde ein berührendes Zeichen gesetzt und die Fackel hat noch eine weite Reise vor sich, die an einem ganz besonderen Ort enden wird.
Foto: Stadt Wiesbaden
Eine außergewöhnliche Aktion zog am am Freitag, 17. Juli, die Blicke vor dem Wiesbadener Rathaus auf sich: Die sogenannte Engels-Fackel machte Station in der Landeshauptstadt. Als zentrales Symbol des deutschlandweiten Kinder-Lebens-Laufs soll das Licht die Aufmerksamkeit auf die unverzichtbare Arbeit von Kinder- und Jugendhospizen lenken.
Gleichzeitig möchte die Initiative die breite Öffentlichkeit für die oft schwierige Situation von Kindern mit lebensverkürzenden Diagnosen und deren Angehörigen sensibilisieren.
Politischer und lokaler Rückhalt
Hinter der Organisation der bundesweiten Kampagne steht der Bundesverband Kinderhospiz. Vor Ort in Wiesbaden erfuhr die Übergabe tatkräftige Unterstützung durch das Team des örtlichen Kinderhospizes Bärenherz, von betroffenen Familien sowie Vertretern der Stadtverwaltung. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) unterstrich bei dem Termin auf dem Schlossplatz die weitreichende gesellschaftliche Bedeutung dieser Aufgabe.
Mende sagte: „Die wertvolle Kinder- und Jugendhospiz-Arbeit begleitet viele Familien in einer schwierigen und herausfordernden Lebensphase. Sie verdient Respekt und Anerkennung. Mit der Fackel setzen wir für alle Familien, Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Unterstützenden ein gemeinsames Zeichen für Mitmenschlichkeit, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Sichtbarkeit für Familien und Ehrenamtliche
Die beteiligten Akteure machten während der Veranstaltung deutlich, wie wichtig es sei, dass die betroffenen Menschen inmitten der Gesellschaft sichtbar bleiben. Ein verlässliches und starkes Netzwerk sei notwendig, um den oft strapaziösen Alltag der Angehörigen spürbar zu entlasten.
Dr. Natalie Schwäger vom Bundesverband Kinderhospiz erklärte: „Der Kinder-Lebens-Lauf verbindet Menschen in ganz Deutschland. Danke, dass die Fackelübergabe auch hier in Wiesbaden so engagiert unterstützt wird. Die Engelsfackel steht für Hoffnung, Verbundenheit und die Sichtbarkeit von Kinderhospizarbeit, denn kein betroffenes Kind und keine Familie soll ihren Weg allein gehen.“
Halt für die Familien
Magdalene Schmitt, die Geschäftsführerin von Bärenherz, ergänzt: „Der Kinder-Lebens-Lauf macht sichtbar, was oft im Verborgenen geschieht: die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihrer Familien. Mein tiefster Respekt gilt den Eltern, die Tag für Tag Außergewöhnliches leisten. Ein starkes Netzwerk der Kinder- und Jugendhospizarbeit gibt Familien Halt und zeigt: Sie sind nicht allein.“
Über 7.000 Kilometer quer durch Europa
Bei dem Kinder-Lebens-Lauf 2026 handelt es sich um eine groß angelegte Inklusionskampagne. Die symbolische Fackel wird dabei etappenweise von betroffenen Familien, Ehrenamtlichen sowie Unterstützern quer durch das Land getragen. Der Startschuss fiel bereits am 16. April in Berlin, das große Finale ist für den 11. Oktober in Rust anlässlich des Welthospiztags geplant.
Auf der rund 7.000 Kilometer langen Strecke, die über 130 Stationen umfasst, macht die Fackel in diesem Jahr erstmals auch Halt in den Nachbarländern Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Nach dem Zwischenstopp in Wiesbaden reist das Symbol direkt weiter: Robert Michels vom Verein Mainlichtblick übernahm das Licht des Fackellaufs, um es nach Frankfurt am Main zu bringen.
Informationen und Beratung
Bürger, die sich näher über die Inklusionskampagne oder die lokalen Angebote für Betroffene wie das Kinderhospiz Bärenherz informieren möchten, finden in der Landeshauptstadt eine direkte Ansprechpartnerin.
Andrea Hausy steht als Kommunale Inklusionsbeauftragte von Wiesbaden für alle Fragen per E-Mail unter inklusionsbeauftragte@wiesbaden.de oder telefonisch unter 0611 / 315896 zur Verfügung.
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