Stadtentwicklung
Upgrade für Wohnquartiere: Wie Klarenthal und „Im Sampel“ moderner werden sollen
Ob neue Spielplätze, moderne Stadtteilzentren oder grüne Oasen direkt vor der Haustür, in vielen Ecken Wiesbadens hat die Städtebauförderung bereits sichtbare Spuren hinterlassen. Nun nimmt die Stadtverwaltung zwei weitere Quartiere ins Visier, die dringend eine Frischzellenkur benötigen. Doch der Weg zu den begehrten Fördermillionen ist an feste Bedingungen geknüpft. Welche konkreten Pläne auf dem Tisch liegen und wie es jetzt für die betroffenen Viertel weitergeht, zeigt ein Blick auf die Pläne der Stadt.
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Die Landeshauptstadt Wiesbaden plant, zwei weitere Wohngebiete umfassend städtebaulich und sozial aufzuwerten. Hierfür soll die Aufnahme von Klarenthal sowie dem Quartier Im Sampel/Krautgärten/Königsfloß in Kastel und Kostheim in das renommierte Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ beantragt werden.
Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Magistrat in seiner Sitzung am Dienstag, 14. Juli, auf den Weg gebracht. Als Nächstes werden sich die betroffenen Ortsbeiräte mit der Vorlage befassen, bevor die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 3. September, eine endgültige Entscheidung trifft. Im Anschluss kann der formelle Antrag beim Land Hessen eingereicht werden.
Positive Zwischenbilanz für Wiesbaden
Wie wirksam die finanziellen Hilfen für die Quartiere sind, verdeutlichen zahlreiche bereits realisierte Projekte im Stadtgebiet. Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher (SPD) erklärte hierzu: „Die Städtebauförderung hat in Wiesbaden sichtbar viel bewirkt. Im Schelmengraben wurden ein modernes Stadtteilzentrum und attraktive Spiel- und Freiflächen geschaffen. Im Gräselberg sind unter anderem der Bewegungsparcours in der Wörther-See-Straße, ein Outdoor-Jugendtreff und die Erneuerung des Spielplatzes Hufeisen umgesetzt worden; außerdem entsteht dort ein neues Stadtteilzentrum mit Eltern-Kind-Wohngemeinschaften und Kinder-Eltern-Zentrum. “
Weiter derklärt die Sozialdemokratin: „Auch in Biebrich-Mitte zeigen die Modernisierung der Kita Betty-Coridass, die Neugestaltung des Spielplatzes Rudolf und die Sanierung des Sportfeldes Jürgen-Grabowski, wie konkret Städtebauförderung in den Stadtteilen ankommt. Weitere erfolgreiche Projekte finden sich auch im Westend (Fußgängerzone Wellritzstraße und Wellritzhof) und in Biebrich Südost, rund um das Stadtteilbüro BauHof.“
Fortsetzung der bewährten Quartierspolitik
Die Dezernentin betonte weiter: „Dieses konsequente Bemühen hat sich ausgezahlt. Deshalb müssen wir an der Städtebauförderung festhalten und wollen mit Klarenthal und Im Sampel nun weitere Gebiete in den Blick nehmen“.
Das Förderprogramm fungiert seit über einem Vierteljahrhundert als zentraler Motor der integrierten Stadtentwicklung in Wiesbaden. Durch die enge Verknüpfung von baulichen Maßnahmen und sozialen Initiativen wird die Wohn- und Lebensqualität der Menschen vor Ort nachhaltig verbessert. Die Investitionen fließen dabei gezielt in die Erneuerung öffentlicher Räume, Grünflächen, Freizeitanlagen und die soziale Infrastruktur.
Bedarfsanalyse und künftige Perspektiven
Sowohl Klarenthal als auch der Bereich in Kastel und Kostheim weisen in Wiesbaden neben strukturellen Herausforderungen auch erhebliche Entwicklungspotenziale auf. Die Auswahl dieser Quartiere für die Städtebauförderung stützt sich auf fundierte Sozialraumanalysen, aktuelle Daten des Sozialatlasses sowie fachbereichsübergreifende Untersuchungen.
Zudem fanden Begehungen und intensive Abstimmungen mit den lokalen politischen Vertretern statt. Mit der erhofften Aufnahme in das Landesprogramm können in den kommenden Jahren konkrete Konzepte partnerschaftlich mit den Bürgern vor Ort entwickelt und umgesetzt werden. Weiterführende Details zur städtischen Förderpolitik sind auf der offiziellen Webseite der Landeshauptstadt Wiesbaden abrufbar.
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