Bildungsinfrastruktur

Handwerker statt Hausaufgaben: Wiesbaden startet großen Ferien-Bauboom an den Schulen

Während die Schüler die schulfreie Zeit genießen, herrscht in den Klassenzimmern und auf den Schulhöfen der Landeshauptstadt Hochbetrieb. Von modernen Speiseräumen über dringend notwendige Sanierungen bis hin zu Erweiterungsbauten wird aktuell an zahlreichen Standorten gearbeitet. Welche Einrichtungen im Wiesbadener Stadtgebiet von der aktuellen Modernisierungswelle profitieren und wo die Großbaustellen sogar über den Sommer hinaus bestehen bleiben, zeigt ein Blick auf die Projekte.

Von: |Erschienen am: 9. Juli 2026 10:50|

Symbolfoto

Die schulfreie Sommerzeit wird in der Landeshauptstadt Wiesbaden intensiv genutzt, um Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsprojekte an zahlreichen Bildungseinrichtungen voranzutreiben. Das kommunale Bauprogramm umfasst in den Sommerferien ein breites Spektrum an Maßnahmen, das von Grund- und Förderschulen bis hin zu weiterführenden und beruflichen Schulen reicht.

Schuldezernent Dr. Hendrik Schmehl (SPD) erklärt: „Wir nutzen die unterrichtsfreie Zeit für den größtmöglichen Baufortschritt an Wiesbadens Schulen“. Während ein Großteil der Handwerkerarbeiten pünktlich zum Start des neuen Schuljahres beendet sein soll, erstrecken sich vereinzelte Großprojekte über die Ferienzeit hinaus.

Strategische Investitionen in den Schulbestand

Die Verantwortlichen setzen bei diesen Maßnahmen klare Prioritäten, um die bauliche Qualität langfristig zu sichern und dem Bedarf einer wachsenden Stadt gerecht zu werden.

„Guter Unterricht braucht gute Gebäude. Wir investieren daher konsequent in die Wiesbadener Schullandschaft,  in neue Kapazitäten für eine wachsende Stadt ebenso wie in den Erhalt und die Modernisierung des Bestands.“, sagt Dr. Schmehl.

 Sanierungsschwerpunkte und Brandschutz

Der Sozialdemokrat erklärte mit Blick auf den engen Zeitplan weiter: „Die Sommerferien sind dafür die wichtigste Zeit im Jahr, weil viele Arbeiten nur im laufenden Schulbetrieb kaum oder gar nicht möglich sind“.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der aktuellen Arbeiten liegt auf dem baulichen Brandschutz sowie auf umfassenden Reparaturen an Dächern, Fassaden und Fußböden. Konstruktive Verbesserungen und Erneuerungen finden unter anderem an der Gutenbergschule, der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, der Wilhelm-Leuschner-Schule sowie der Pestalozzi- und der Friedrich-von-Schiller-Schule statt.

Ganztagsangebote

Neben dem Substanzerhalt steht die Sicherstellung und der Ausbau der Ganztagsbetreuung im Fokus der Stadt. An einer Vielzahl von Standorten, darunter die Adolf-Reichwein-Schule, die Diesterwegschule, die Justus-von-Liebig-Schule, die Robert-Schumann-Schule, die Grundschule Sauerland, die Sophie-und-Hans-Scholl-Schule, die Goetheschule, die Alexej-von-Jawlensky-Schule, die Helen-Keller-Schule und die Albrecht-Dürer-Schule, werden Küchen modernisiert, neue Essensausgaben installiert oder Mensamöbel erneuert.

Großprojekte

Parallel zur Schulsanierung in den Sommerferien laufen auch Großprojekte wie der Schulbau der Grundschule Wettiner Straße sowie Bauabschnitte an der Elisabeth-Selbert-Schule, der Bertha-von-Suttner-Schule, der Hebbelschule und der Martin-Niemöller-Schule weiter.

Um den regulären Unterricht so wenig wie möglich zu belasten, koordiniert das städtische Schulamt Wiesbaden diese Maßnahmen jährlich im Vorfeld.

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