Innovative Impulse

Gründer-Boom in der Landeshauptstadt: Ansturm auf Wiesbadener Startup-Stipendium

Die Wiesbadener Gründerszene sprüht vor digitaler und nachhaltiger Energie: So viele junge Unternehmen wie noch nie wollten sich in diesem Jahr eine begehrte finanzielle Unterstützung der Stadt sichern. Nach einem intensiven Auswahlverfahren stehen die vier Spitzenreiter nun fest, die mit ihren zukunftsweisenden Konzepten die Fachjury restlos überzeugen konnten und jetzt kräftig durchstarten.

Von: |Erschienen am: 9. Juli 2026 09:43|

Symbolfoto: Canva

Die Startup-Szene in der hessischen Landeshauptstadt verzeichnet ein Rekordjahr. Für das kommunale Gründungsstipendium „InnoStartWi“ reichten in der aktuellen Vergaberunde insgesamt 41 Bewerber ihre Unterlagen ein.

Dies entspricht einer Steigerung von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und markiert den höchsten Wert seit Einführung des Programms. Eine Fachjury hat nun vier vielversprechende Konzepte ausgewählt, die von der Unterstützung profitieren.

Finanzielle Unterstützung für kluge Köpfe

Die positive Entwicklung sorgt auch in der Stadtpolitik für große Zufriedenheit. Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) sagt: „Die steigende Zahl der Bewerbungen ist ein deutliches Signal für die wachsende Dynamik der Wiesbadener Gründungslandschaft. Als Stadt unterstützen wir Gründerinnen und Gründer bestmöglich. Ich beglückwünsche die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten herzlich und wünsche ihnen viel Erfolg.“

Das Förderprogramm existiert seit 2022 und richtet sich an innovative, technologiebasierte Startups mit klarem Bezug zu Wiesbaden. Die Auserwählten erhalten ein Jahr lang eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro als finanzielle Entlastung, um ihre marktreifen Ideen fokussiert voranzutreiben.

Jury kürt innovative Ideen für den Arbeitsmarkt

Der Weg zum Stipendium führte über ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Nach einer ersten Sichtung durften zwölf Teams ihre Geschäftsideen bei einem sogenannten „Pitch“ vor Experten präsentieren. Vier Startups setzten sich schließlich durch. Zu den Gewinnern zählt Dirk Weigel mit seinem Projekt „Active Boomer“. Seine digitale Plattform steuert dem Fachkräftemangel entgegen, indem sie das Know-how von Berufserfahrenen ab 55 Jahren gezielt an suchende Unternehmen vermittelt.

Ebenfalls gefördert wird die Indelics GmbH von Leonid Enov. Das Unternehmen nutzt spezielle Mahltechnologien, um recycelte Industriemineralien hochwertig aufzubereiten. Auf diese Weise können teure Primärrohstoffe ersetzt und ein nachhaltiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet werden.

Sporttechnologie und regionale Vernetzung

Die beiden weiteren Förderplätze gehen an technologieorientierte Alltagslösungen. Paul Flatten bietet mit „Everstide“ eine digitale Plattform für den Ausdauersport an, die Trainern den körperlichen Zustand ihrer Athleten ohne manuellen Aufwand und in Echtzeit anzeigt.

Das vierte geförderte Wiesbadener Startup ist „BeConnect“ von Manasse Heidl. Die App verbindet Nutzer mit Angeboten und Veranstaltungen in ihrer direkten Umgebung und stärkt so die lokale Gemeinschaft. Wer sich für künftige Runden der Startup-Förderung InnoStartWi interessiert oder eine Beratung zum Gründungsstipendium sucht, findet alle Kriterien online unter wiesbaden.de/wirtschaft/foerdermittel-wettbewerbe/innostart oder kann sich per E-Mail an existenzgruendung@wiesbaden.de sowie telefonisch unter 0611 / 313131 informieren.

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