Ermittungen
Fahnder stoppen Auftragskiller in letzter Sekunde – Schusswaffen und Drogen sichergestellt
Ein Ermittlungserfolg von enormer Tragweite ist den hessischen Sicherheitsbehörden geglückt. Das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt haben am vergangenen Freitag einen unmittelbar bevorstehenden, eiskalten Auftragsmord in der Frankfurter Innenstadt verhindert. Ein schwer bewaffnetes Kommando aus fünf junge Männer, stand bereits kurz vor der Ausführung der Tat, die sogar per Videobrille live aufgezeichnet werden sollte. Da die Fäden des komplexen Ermittlungsverfahrens bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden zusammenlaufen, sitzen die fünf Verdächtigen nun in hessischen Gefängnissen in Untersuchungshaft.
Symbolfoto
Es klingt wie das Drehbuch zu einem skrupellosen Kriminalfilm, doch es war tödlicher Ernst: Am Freitag, 3. Juli, lief in der Frankfurter Innenstadt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Durch verdeckte, kriminaltaktische Maßnahmen in einem bereits länger laufenden Ermittlungsverfahren erhielten die Ermittler von Zoll und Polizei am Freitagmorgen plötzlich den entscheidenden, brandheißen Hinweis. Eine kriminelle Gruppierung plante noch für denselben Tag, mindestens eine Person mitten in der City durch einen angeheuerten Schützen gezielt erschießen zu lassen.
Tötung sollte mit Videobrille gefilmt werden
Besonders schockierend ist die geplante Vorgehensweise der Täter, die tiefe Einblicke in die Kaltblütigkeit der Organisation gewährt. Der beauftragte Auftragsschütze sollte die Hinrichtung im Moment der Tatausführung mit einer speziellen Videobrille live aufzeichnen – mutmaßlich, um den Auftraggebern einen unumstößlichen Tatnachweis zu liefern oder die Aufnahmen in einschlägigen Netzwerken zu verbreiten.
Dank des blitzschnellen Handelns der Behörden kam es dazu jedoch nicht mehr. Unter dem Einsatz von schwer bewaffneten Spezialeinheiten (SEK) griffen die Fahnder in der Frankfurter Innenstadt in letzter Sekunde zu und überwältigten die Verdächtigen direkt vor der potenziellen Tatausführung. Ein direkt bevorstehendes Blutbad wurde somit erfolgreich abgewendet.
Waffen, Munition und Haschisch bei Razzia sichergestellt
Bei den anschreffenden, groß angelegten Durchsuchungen der Verdächtigen sowie deren Räumlichkeiten stießen die Einsatzkräfte auf ein gefährliches Depot. Sichergestellt wurden: Zwei scharfe, einsatzbereite Schusswaffen, rund 50 Schuss passende Live-Munition, eine Vielzahl weiterer, tatrelevanter Gegenstände (darunter die besagte Videobrille) sowie circa 300 Gramm Haschisch.
Teenager-Bande im Visier – Staatsanwaltschaft Wiesbaden übernimmt
Das Alter der Festgenommenen macht fassungslos: Die fünf Männer sind gerade einmal 18 bis 19 Jahre alt. Unter ihnen befindet sich laut den Ermittlern auch der mutmaßliche Hauptschütze, der für den tödlichen Anschlag vorgesehen war.
Da das Ursprungsverfahren und die rechtliche Führung des Falls in der hessischen Landeshauptstadt verankert sind, wurden die fünf Heranwachsenden am Samstag, 4. Juli, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Wiesbaden vorgeführt. Dieser fackelte nicht lange und ordnete für alle fünf Beschuldigten wegen dringenden Tatverdachts die sofortige Untersuchungshaft an.
Die hochkomplexen Ermittlungen im Hintergrund – insbesondere zu den Hintermännern, dem potenziellen Opfer sowie den genauen Motiven im Milieu – werden weiterhin unter Hochdruck von der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, dem Zollfahndungsamt Frankfurt und dem Hessischen Landeskriminalamt geführt.
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