Feuerwehreinsatz

Großeinsatz in Schierstein: Automatischer Alarm verhindert Super-GAU

Ein technischer Defekt an einer Industrieanlage hat am Samstagnachmittag in Schierstein einen massiven Feuerwehreinsatz ausgelöst. Als die ersten Kräfte eintrafen, stand ein Kellerbereich bereits unter dichtem, schwarzem Rauch. Erst durch die Unterstützung von Spezialeinheiten und den stundenlangen Einsatz von Atemschutztrupps konnte Schlimmeres verhindert werden.

Von: |Erschienen am: 5. Juli 2026 13:48|

Symbolfoto

Ein technischer Defekt hat am Samstagnachmittag, 4. Juli,  zu einem folgenschweren Zwischenfall in Wiesbaden-Schierstein geführt. Gegen 15:40 Uhr schlug die automatische Brandmeldeanlage bei Constantia Ebert GmbH, einem Hersteller von Verpackungsfolien, Alarm und rief die Wiesbadener Berufsfeuerwehr auf den Plan.

Durch die frühzeitige Detektion des Systems konnten die Rettungskräfte Schlimmeres verhindern. Bei der ersten Überprüfung der Brandmeldezentrale vor Ort lokalisierte die Feuerwehr die ausgelösten Sensoren im Untergeschoss des Gebäudekomplexes. Eine erste Erkundung der Kellerräume bestätigte kurz darauf eine starke Rauchbildung.

Erschwerte Löscharbeiten unter extremen Bedingungen

In einem dortigen Technikraum war zuvor Öl aus einem Aggregat ausgetreten und hatte sich entzündet, was zu einer großflächigen Verrauchung des gesamten Kellerbereichs führte. Die Brandbekämpfung gestaltete sich für die Einsatzkräfte als überaus kompliziert.

Hauptgründe hierfür waren die enorme Hitzeentwicklung, die dichten Rauchgase sowie die verwinkelte und weite Ausdehnung des Untergeschosses. Um die Flammen effektiv einzudämmen, mussten die Wehrleute auf spezielle Löschmittel zurückgreifen. Insgesamt rückten im Verlauf des Einsatzes 21 Trupps unter schwerem Atemschutz vor, um das Feuer zu löschen sowie anschließende Kontrollen durchzuführen.

Technische Schützenhilfe

Besonders die Beseitigung der giftigen Gase aus dem weitläufigen Keller stellte eine logistische Herausforderung dar. Zur Unterstützung forderte die Feuerwehr daher die Werkfeuerwehr InfraServ Wiesbaden an, die den betroffenen Bereich mit einem spezialisierten Großlüfter vom Rauch befreite.

Neben der Berufsfeuerwehr waren zehn Freiwillige Feuerwehren aus dem Stadtgebiet sowie die Logistikgruppe im Einsatz. Durch die enge Kooperation konnte der Brandherd isoliert werden. Um den Brandschutz im restlichen Stadtgebiet während des Großeinsatzes zu gewährleisten, besetzte die Freiwillige Feuerwehr Wiesbaden-Naurod derweil die verwaiste Feuerwache 1.

Nacharbeiten und polizeiliche Ermittlungen

Der eigentliche Einsatz der Feuerweh bei dem betroffenen Industriebetrieb in Wiesbaden-Schierstein Ort konnte erst gegen Mitternacht erfolgreich beendet werden. Für zahlreiche Helfer war die Arbeit damit jedoch noch nicht getan: Es folgten zeitintensive Aufräumarbeiten sowie die Reinigung und Bestückung der Fahrzeuge und Geräte auf den Wachen, was sich bis weit in die Nacht hineinzog.

Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache für den Kellerbrand zu klären. Zur Höhe des Sachschadens an dem Gebäude und den technischen Anlagen liegen aktuell noch keine belastbaren Informationen vor.

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