Bildungsstandort

VHS zieht ins Herz der Stadt: Neuer Standort eröffnet mehr Möglichkeiten

Die Volkshochschule Wiesbaden bereitet jetzt ihren Umzug in die Luisenstraße vor. Mit größeren Räumen, besserer Erreichbarkeit und neuen Formaten entsteht ein zentraler Ort für modernes Lernen und kulturelle Teilhabe.

Von: |Erschienen am: 1. Juli 2026 11:00|

Foto: Stadt Wiesbaden

Nach drei Jahrzehnten im Europaviertel zieht die Volkshochschule (VHS) Wiesbaden in die Luisenstraße 4–6 und damit in eine zentrale Lage der Innenstadt. Am Donnerstag, 25. Juni, unterzeichneten Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl (SPD), zugleich erster Vorsitzender der VHS, sowie Herbert Keilhammer, Geschäftsführer der Servator Immobilien GmbH & Co. KG, den Mietvertrag. Auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) setzte seine Unterschrift unter das Dokument.

Herbert Keilhammer betonte die Bedeutung des neuen Mietverhältnisses: „Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit und sind ein kleines bisschen stolz, einen Mieter mit öffentlichem Bildungsauftrag gewonnen zu haben.“

Mehr Platz und bessere Erreichbarkeit

Das Gebäude, dessen Fassade zur Wilhelmstraße hin an das ehemalige Grandhotel „Metropole“ erinnert, eröffnet der VHS neue Perspektiven. Die Anforderungen an die Erwachsenenbildung haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Inzwischen besuchen an einzelnen Tagen mehr als tausend Menschen die Einrichtung.

Dr. Schmehl erläutert die Vorteile des neuen Standorts: „Der neue Standort bietet deutlich größere Kursräume, und die zentrale Lage verbessert die Erreichbarkeit auch mit dem öffentlichen Nahverkehr noch einmal merklich. Neue Räume bieten auch neue Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Umfelds.“

Moderne Ausstattung und neue Formate

Die neuen Räumlichkeiten verbinden historische Architektur mit moderner Ausstattung. Klimatisierte Räume, barrierefreie Zugänge und flexible Nutzungsmöglichkeiten sollen die VHS künftig noch stärker zu einem Ort der Begegnung und kulturellen Teilhabe machen.

Geplant sind unter anderem eine eigene Lehrküche sowie neue Veranstaltungsformate im großen historischen Saal, der zur Wilhelmstraße ausgerichtet ist. Kooperationen mit dem Staatstheater und weiteren Partnern sind vorgesehen. Auch wirtschaftlich ist der Umzug sinnvoll: Die Mietkonditionen bleiben nahezu auf dem Niveau des bisherigen Standorts, da der Vermieter die Bedürfnisse der VHS berücksichtigt hat.

Umzug in zwei Phasen

Die Vorbereitungen laufen bereits, auch wenn der Zeitplan leicht angepasst wurde. Die erste Phase des Umzugs beginnt nun während der Herbstferien im Oktober.

Dann zieht die Anmeldung in ein Ladenlokal in der Luisenstraße, und erste Kurse des Fachbereichs „Arbeit & Beruf“ starten im Gebäude Luisenstraße 6 im Innenhof.

Weitere Fachbereiche folgen 2026

Im zweiten Schritt, der im kommenden Jahr umgesetzt wird, wechseln die Bereiche „Gesundheit & Natur“, Deutsch, Fremdsprachen sowie das Grundbildungszentrum an den neuen Standort. Die Villa Schnitzler bleibt weiterhin bestehen.

Mit Abschluss des vollständigen Umzugs sollen auch der historische Saal und die Lehrküche für Besucher geöffnet werden. Die Direktorin der VHS, Dr. Stephanie Dreyfürst, hofft, dass der komplette Umzug bis zum kommenden Sommer abgeschlossen sein wird.

Belebung der Innenstadt

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sieht im neuen Standort für Bildung in der Luisenstraße einen wichtigen Impuls für Wiesbaden: „Die VHS im Herzen der Stadt anzusiedeln ist nicht nur eine gute Lösung für die Einrichtung selbst, sondern auch für die Belebung der Innenstadt.“

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