Verkehrsunfall / Update
Frontal-Crash auf K659 bei Auringen: Pkw kippt auf Fahrerseite – Drei Personen zum Teil schwer verletzt
Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Dienstagnachmittag auf der Kreisstraße 659 zwischen den Wiesbadener Stadtteilen Kloppenheim und Auringen zu einem größeren Einsatz der Rettungskräfte geführt. Nach einem missglückten Manöver krachten zwei Autos und ein Motorrad ineinander. Die Bilanz des Unglücks, drei Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen, ein weiteres Fahrzeug stürzte eine Böschung hinab. Die Feuerwehr musste eine Person aus ihren Pkw befreien, während ein Rettungshubschrauber einen Notarzt direkt an die Unfallstelle flog.
Foto: Daniel Becker, Feuerwehr Wiesbaden
Auf der Kreisstraße 659 zwischen Auringen und Kloppenheim hat sich am Dienstagnachmittag, 30. Juni, ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Eine 61 Jahre alte Autofahrerin war um etwa 16:05 Uhr mit ihrem Suzuki auf der K659 aus Auringen kommend in Richtung Kloppenheim unterwegs. Aus bislang völlig ungeklärter Ursache verlor die Fahrerin plötzlich in Höhe der Auringer Mühle die Kontrolle über ihren Kleinwagen und geriet auf gerader Strecke unvermittelt auf die Gegenfahrbahn.
VW stürzt Böschung hinab – Feuerwehr befreit eingeklemmte Fahrerin
Ein entgegenkommender, 72-jähriger VW-Fahrer reagierte in Sekundenbruchteilen und versuchte verzweifelt, einen frontalen Zusammenstoß zu verhindern. Er wich nach rechts aus, konnte eine seitliche Kollision mit dem Suzuki jedoch nicht mehr abwenden. Durch die Wucht des Aufpralls geriet der VW ins Schleudern, driftete nach rechts von der Fahrbahn und stürzte schließlich eine Böschung hinab.
Der Suzuki der Unfallverursacherin wurde durch den seitlichen Crash komplett aus der Bahn geworfen, kippte auf die Fahrerseite und blieb mitten auf der Gegenspur liegen. Die 61-jährige Fahrerin war schwer verletzt in ihrem Wrack gefangen. Die Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie die Freiwilligen Wehren aus Auringen und Medenbach eilten zur technischen Hilfeleistung herbei. Die Einsatzkräfte mussten die Windschutzscheibe des Suzuki mit einer speziellen Säge heraustrennen, um die schwer verletzte Frau schonend aus dem Fahrzeug zu befreien.
Parallel dazu sicherte die Feuerwehr den im Graben befindlichen VW des 72-Jährigen mit schwerem Gerät gegen ein weiteres Abrutschen ab.
Frontalzusammenstoß – 19-jähriger Vespa-Fahrer erleidet schwerste Verletzungen
Direkt hinter dem betroffenen VW fuhr ein 19-jähriger Motorradfahrer auf seiner Vespa in Richtung Auringen. Für den jungen Zweiradfahrer gab es absolut keine Ausweichmöglichkeit mehr. Der Suzuki kippte und rutschte unmittelbar vor ihm über den Asphalt, woraufhin es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen dem Pkw und dem Motorroller kam.
Die 19 Jahre alte Rollerfahrer sowie die 61-jährige am Steuer des Suzuki erlitten bei dem Unfall schwerste Verletzungen. Aufgrund der dramatischen Notrufmeldungen wurde neben mehreren Rettungswagen und Notärzten auch ein Rettungshubschrauber angefordert. Der Hubschrauber landete auf einem angrenzenden Feld nahe der Unfallstelle und brachte einen Notarzt zur medizinischen Erstversorgung. Die Sanitäter und Ärzte stabilisierten die drei Patienten vor Ort.
Nach einer ersten strukturierten Sichtung durch den Leitenden Notarzt (LNA) wurden zwei Personen – der 19-jährige Rollerfahrer und die 61-jährige Suzuki-Fahrerin – als schwer und der 72-jährige VW-Fahrer als mittelschwer verletzt eingestuft.
Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) koordinierte die Verteilung der Patienten in geeignete Wiesbadener Kliniken, in die sie anschließend mit Rettungswagen (RTW) zur weiteren Behandlung transportiert wurden. Zur psychosozialen Betreuung von Beteiligten und Augenzeugen war zudem die Seelsorge in Notfällen (SiN) vor Ort.
Vollsperrung
Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr ab, nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe mit speziellem Bindemittel auf und unterstützten den Sanitätsdienst. Bei den Absperrmaßnahmen erhielt die Landespolizei tatkräftige Unterstützung durch die Stadtpolizei Wiesbaden. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet
Die unfallbeteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppdiensten geborgen werden – der entstandene Gesamtsachschaden wird von der Polizei auf rund 20.000 Euro geschätzt. Für die Rettungsarbeiten, die Unfallaufnahme der Polizei sowie die Reinigung der Fahrbahn von Trümmerteilen und ausgelaufenen Betriebsstoffen musste die K659 zwischen Auringen und Kloppenheim bis etwa 18:20 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Das 4. Revier in Wiesbaden-Bierstadt bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zur Fahrweise der Beteiligten vor dem Crash machen können, sich unter der Telefonnummer 0611 / 345-0 zu melden.
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