Raubüberfall
Mob schlägt mit Holzlatten und Baustellenschild auf 20-Jährigen in Wiesbaden ein
Schockierendes Ausmaß an roher Gewalt mitten am helllichten Tag in Wiesbaden. Am Sonntagnachmittag ist ein 20-Jähriger von einer größeren Personengruppe brutal attackiert, schwer verletzt und ausgeraubt worden. Nach einem anfänglichen verbalen Streit bewaffneten sich mehrere Angreifer mit Holzlatten und sogar einem schweren Baustellenschild, um rücksichtslos auf das Opfer einzuschlagen. Die Täter sackten das Smartphone, Bargeld und einen Lautsprecher des Mannes ein.
Symbolfoto
Jagdszenen und brutale Gewalt in Wiesbaden. Was zunächst als lautstarkes Wortgefecht zwischen einem 20-Jährigen und mehreren Personen aus einer größeren Gruppe heraus um etwa 17:00 Uhr, am Sonntagnachmittag, 28. Juni, begann, schlug innerhalb von Sekunden in eine rücksichtslose und gefährliche Massenschlägerei um. Tatort war die vielbefahrene Bahnhofstraße.
Mit Baustellenschild traktiert
Die Angreifer zeigten bei der Konfrontation eine erschreckende Skrupellosigkeit. Sie griffen nach allem, was als Waffe dienen konnte. Mit Holzlatten und einem unweit entwendeten Baustellenschild gingen mehrere Täter gemeinschaftlich auf den 20-Jährigen los und schlugen massiv auf ihn ein.
Doch das war dem Mob noch nicht genug. Während das Opfer am Boden traktiert wurde, raubten die Angreifer den jungen Mann systematisch aus. Entwendet wurden ihm sein Mobiltelefon, eine Bauchtasche mit Bargeld sowie ein Bluetooth-Lautsprecher. Der 20-Jährige erlitt bei der brutalen Attacke erhebliche Verletzungen am Kopf sowie zahlreiche schmerzhafte Hämatome und großflächige Schürfwunden an Armen und Beinen. Er musste medizinisch versorgt werden.
Eine Festnahme am Tatort – Großfahndung läuft
Als die ersten Streifenwagen der Wiesbadener Polizei mit Blaulicht und Martinshorn am Einsatzort eintrafen, rannte die Gruppe in alle Himmelsrichtungen auseinander. Mehrere Verdächtige flüchteten im Sprint unter anderem in Richtung der nahegelegenen Reisinger Anlagen. Trotz einer sofort eingeleiteten, großangelegten Bereichsfahndung konnten die Flüchtigen im dichten Stadtgebiet zunächst untertauchen.
Ein entscheidender Ermittlungserfolg gelang den Beamten jedoch noch direkt vor Ort: Ein Verdächtiger aus der Gruppe konnte von den Polizisten überwältigt und noch am Tatort vorläufig festgenommen werden. Er befindet sich im Gewahrsam.
Täterbeschreibung und Zeugen gesucht
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Zu einem der flüchtigen Haupttäter liegt bereits eine detaillierte Personenbeschreibung vor: Etwa 35 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß mit einem südländischen Aussehen. Er trug ein markantes, weiß-graues Tanktop (Achselshirt) sowie eine khakifarbene oder blaue kurze Hose.
Die Ermittler bitten Zeugen, die den brutalen Vorfall in der Bahnhofstraße am Sonntagnachmittag beobachtet haben oder Hinweise zur Identität und dem Fluchtweg der Angreifer geben können, sich dringend zu melden.
Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Westhessen unter der zentralen Rufnummer 0611 / 345-0 rund um die Uhr entgegen.
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