Straßenverkehrsgefährdung

Audi-Fahrer rast auf linker Spur entgegen der Fahrtrichtung auf der A643 – Zeuge verhindert Katastrophe

In der Nacht zum Sonntag ist es auf der Autobahn 643 zu einer lebensgefährlichen Geisterfahrt gekommen. Ein silberner oder grauer Audi war auf der Schiersteiner Brücke entgegen der Fahrtrichtung in Richtung Mainz unterwegs und das ausgerechnet auf der linken Spur. Dem beherzten und mutigen Eingreifen eines Zeugen ist es zu verdanken, dass ein drohender Frontal-Crash verhindert wurde. Er stoppte den Falschfahrer an einer Anschlussstelle. Doch bevor die länderübergreifend alarmierte Polizei zugreifen konnte, flüchtete der Geisterfahrer unerkannt.

Von: |Erschienen am: 28. Juni 2026 11:10|

Symbolfoto

Es ist der absolute Albtraum für jeden Autofahrer: Man ist nachts auf der Überholspur unterwegs und plötzlich kommen einem Scheinwerfer entgegen. Genau dieses Schreckensszenario spielte sich am frühen Sonntagmorgen, 28. Juni, um etwa 01:30 Uhr, auf der Autobahn 643 ab. Gleich mehrere geschockte Verkehrsteilnehmer wählten zeitgleich den Notruf, nachdem sie den Falschfahrer zwischen der rheinland-pfälzischen Anschlussstelle Mombach und dem hessischen Autobahnkreuz Wiesbaden-Schierstein entdeckten.

Mutiger Zeuge stoppt den Audi an der Abfahrt Mombach

Der bislang unbekannte Fahrer des silbernen oder grauen Audi steuerte seinen Pkw auf der Richtungsfahrbahn Wiesbaden unbeirrt entgegen der vorgeschriebenen Richtung nach Mainz. Besonders brisant, der Geisterfahrer nutzte dabei den aus seiner Sicht rechten, für den regulären Verkehr jedoch linken und somit schnellsten Fahrstreifen.

Dass es auf der vielbefahrenen Schiersteiner Brücke nicht zu einem schweren beziehungsweise tödlichen Verkehrsunfall kam, grenzt an ein Wunder und ist dem schnellen Handeln eines aufmerksamen Zeugen zu verdanken. Dem Mann gelang es, den Geisterfahrer-Audi im Bereich der Anschlussstelle Mainz-Mombach erfolgreich abzufangen, komplett anzuhalten und den Fahrer geistesgegenwärtig von der Autobahn herunterzuschicken.

Länderübergreifende Großfahndung verläuft im Sande – Autobahnpolizei sucht Zeugen

Nachdem der Falschfahrer die Autobahn verlassen hatte, verlor sich seine Spur im Mainzer Stadtgebiet. Die Leitstellen reagierten sofort und lösten eine länderübergreifende Großfahndung aus. Umgehend entsandte Streifenwagenbesatzungen aus Wiesbaden und Mainz fahndeten intensiv nach dem flüchtigen Wagen. Trotz des schnellen Einsatzes konnte der Audi von den Polizeikräften jedoch nicht mehr festgestellt werden.

Die Polizeiautobahnstation Wiesbaden hat die Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen und bittet dringend um Mithilfe aus der Bevölkerung. Gesucht werden insbesondere der mutige Zeuge, der den Wagen stoppte, sowie weitere mögliche Geschädigte, die dem Audi ausweichen mussten: Wer kann genauere Angaben zum Fahrzeugtyp oder dem Kennzeichen des silbernen/grauen Audi machen? Wer hat den Vorfall auf der Schiersteiner Brücke beobachtet oder wurde selbst durch den Falschfahrer gefährdet?

Hinweise nimmt die Polizeiautobahnstation Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611 / 345 4140 jederzeit entgegen.

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