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Knallhart-Kontrollen in der City: Stadtpolizei jagt E-Scooter-Sünder – Warum die Fußgängerzone jetzt richtig teuer wird
Das rücksichtslose Fahrverhalten vieler E-Scooter-Nutzer in der Wiesbadener Fußgängerzone steht seit Langem in der Kritik der Bürger. Nun haben die Behörden ein unmissverständliches Zeichen gesetzt. Bei einer großangelegten Schwerpunktkontrolle haben Kräfte der Stadtpolizei Wiesbaden zusammen mit der Landespolizei die Fußgängerzone ins Visier genommen. Das Ergebnis ist eine lange Liste von teils drastischen Verstößen. Neben etlichen Gehweg-Sündern und illegalen Fahrten zu zweit ging den Beamten auch ein mutmaßlicher Drogendealer ins Netz. Angesichts steigender Unfallgefahren warnen die Behörden eindringlich vor den harten rechtlichen und finanziellen Konsequenzen für Verkehrsrowdys.
Symbolfoto
Wenn der Einkauf in der Wiesbadener Innenstadt zum Slalomlauf um lautlos heranrasende Elektro-Roller wird, reißt bei vielen Fußgängern der Geduldsfaden. Bei einer gemeinsamen Schwerpunktaktion am Donnerstag, 25. Juni, stellten die Einsatzkräfte der Stadtpolizei und der Kontrollgruppe ARGUS der Polizeidirektion Wiesbaden bei insgesamt 34 kontrollierten Personen handfeste Zuwiderhandlungen fest. Trotz klarer Verbote mussten die Beamten allein zwölf Fahrer direkt in der Fußgängerzone stoppen, drei weitere waren verbotswidrig auf Gehwegen unterwegs.
Zudem wurden vier Fahrzeuge besetzt mit mehreren Personen erwischt, und in drei Fällen fehlte der gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz. Einen traurigen Höhepunkt bildete ein Fahrer, der massiv unter Drogeneinfluss stand und offenbar zeitgleich mit Betäubungsmitteln handelte.
Peter Erkel warnt – „Wer hier ein Kind anfährt, nimmt schwerste Verletzungen in Kauf“
„Dass die Fußgängerzone für E-Tretroller absolut tabu ist, sollte inzwischen allgemein bekannt sein“, erklärt Peter Erkel, Abteilungsleiter der Stadtpolizei Wiesbaden, mit deutlichen Worten. „Trotzdem muss man in der Langgasse oder am Michelsberg nicht lange auf diese Geräte warten“. Für die Betroffenen wird die Ignoranz nun teuer, denn das Amt verschickt in den kommenden Tagen die Bußgeldbescheide. Ein einfacher Verstoß in der Fußgängerzone schlägt üblicherweise mit 25 Euro zu Buche – je nach Gefährdungslage kann die Summe jedoch drastisch ansteigen.
Gerade der Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer, wie Senioren oder spielenden Kindern, hat für die Ordnungshüter oberste Priorität. Erkel mahnt zur Vorsicht und verdeutlicht die physikalische Gefahr der Gefährte: „E-Tretroller dürfen ein Gewicht von bis zu 55 Kilogramm haben. Wer mit einem solchen Gefährt in der Fußgängerzone beispielsweise ein Kind anfährt, nimmt schwerste Verletzungen in Kauf“.
Neue Gesetzeslage seit 2026 – Das Sünden-Register wird richtig teuer
Viele Nutzer unterschätzen nach wie vor, dass Fehlverhalten auf dem E-Scooter kein billiges Unterfangen ist und empfindliche Strafen nach sich zieht. Seit Mitte des Jahres 2026 gilt zudem eine neue rechtliche Gleichstellung: E-Scooter sind im Straßenverkehr in vielen Punkten den klassischen Fahrrädern rechtlich angepasst worden. Das Fahren auf Gehwegen ist strikt untersagt. Gibt es eine Benutzungspflicht für Radwege, müssen auch E-Tretroller diese zwingend nutzen – ansonsten gehört das Gefährt ausnahmslos auf die Fahrbahn.
Besonders wichtig für die Wiesbadener City: Das weitverbreitete Zusatz-Verkehrszeichen „Radverkehr frei“ gilt in Fußgängerzonen ausdrücklich NICHT für Elektro-Tretroller. Wer erwischt wird, muss mit folgenden Regelsätzen in Flensburg rechnen:
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Handynutzung am Lenker: 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.
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Rotlichtverstoß an Kreuzungen: Bis zu 180 Euro Bußgeld und ein Punkt.
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Kinder unter 14 Jahren auf dem Roller: Lassen Eltern oder ältere Geschwister Minderjährige fahren, drohen ihnen bis zu 90 Euro Bußgeld und ein Punkt.
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Drogen- oder Alkoholeinfluss: Hier verstehen die Beamten keinen Spaß – es steht sofort ein Fahrverbot im Raum.
Polizeidirektion Wiesbaden setzt auf Prävention bei jüngeren Fahrern
„Seit geraumer Zeit betrachten Stadt- und Landespolizei den Anstieg der zum Teil sehr gefährlichen Verstöße mit großer Sorge“, bestätigt auch der Pressesprecher der Polizeidirektion Wiesbaden, Sejdullah Kqiku, den aktuellen Trend. Aus diesem Grund wurden die Kontrollen im gesamten Stadtgebiet in den vergangenen Monaten kontinuierlich hochgefahren.
Zwar zeigen sich nach den Erfahrungen der Ordnungshüter viele Personen bei der direkten Ansprache vor Ort einsichtig, dennoch müsse man vor allem bei der jüngeren Generation noch intensiver ansetzen. „Gerade bei jüngeren Menschen müssen wir hier aber noch stärker präventiv tätig werden“, betont Kqiku. „Wenn zum Beispiel gleich mehrere Personen auf einem einzigen Roller unterwegs sind, handelt es sich um ein sehr sorgloses und gefährliches Verhalten“. Stadt- und Landespolizei haben daher unmissverständlich angekündigt, ihre verstärkten Kontrollwochen auch in Zukunft konsequent fortzusetzen.
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