Rettungseinsatz

Person „fällt“ aus Schlauchboot in den Rhein – Feuerwehr rückt mit Booten und Drohne aus

Ein vermeintlicher Notfall auf dem Rhein hat am Mittwochabend einen großen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG ausgelöst. Ein aufmerksamer Passant beobachtete auf der Höhe von Wiesbaden-Biebrich, wie eine Person aus einem gelben Gummiboot in den Fluss stürzte. Angesichts der herannahenden Berufsschifffahrt wählte der Zeuge folgerichtig die Notrufnummer 112. Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an Booten und modernster Technik aus, um den vermeintlich Schiffbrüchigen zu retten.

Von: |Erschienen am: 25. Juni 2026 09:03|

Symbolfoto

Aufregung am Rheinufer zur späten Stunde am Mittwochabend, 24. Juni.  Um etwa 21:30 Uhr kam es zu einem großangelegten Wasserrettungseinsatz auf der Bundeswasserstraße im Bereich von Wiesbaden-Biebrich. Ein Passant hatte am Ufer Alarm geschlagen, nachdem er den Sturz ins Wasser und die nahende Schifffahrt als akute Gefahrensituation einstufte.

Großaufgebot der Retter – Boote, Drohnenteam und länderübergreifende Hilfe

Da bei Unfällen im strömenden Rhein jede Sekunde zählt, setzte die Integrierte Leitstelle Wiesbaden sofort eine umfassende Rettungskette in Gang. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von der Berufsfeuerwehr, dem Rettungsdienst und der DLRG eilte zur gemeldeten Einsatzstelle an der Rettbergsaue.

Dabei kam spezialisiertes Gerät zum Einsatz. Neben mehreren Rettungsbooten wurde auch der Gerätewagen Wasserrettung sowie eine hochmoderne Fernerkundungsdrohne alarmiert, um den Flussabschnitt aus der Luft abzusuchen. Da der Rhein hier die Landesgrenze bildet, wurden parallel auch Rettungskräfte von der rheinland-pfälzischen Seite mobilisiert. Vor Ort konnte die Situation glücklicherweise rasch aufgeklärt werden. Niemand befand sich in einer echten Notlage, die Person hatte den Sturz bewusst herbeigeführt, um in der Sommerhitze eine Abkühlung im Wasser zu suchen.

Feuerwehr warnt eindringlich – Der Rhein ist kein Badegewässer!

Auch wenn dieser Einsatz glimpflich ausging, betont die Feuerwehr Wiesbaden nachdrücklich, dass scheinbar harmlose Aktionen im Wasser extrem gefährlich sind und zudem immer wieder unnötige, personalintensive Wasserrettungseinsätze auslösen. Der Rhein ist und bleibt eine vielbefahrene Wasserstraße und ist kein Badegewässer. Die Kombination aus unberechenbaren Strömungen, Unterspülungen und den unvorhersehbaren Sogwirkungen der großen Frachtschiffe kann selbst für geübte Schwimmer innerhalb von Sekunden tödlich enden.

Wir haben bereits in unserem ausführlichen Hintergrundbericht „Lebensgefahr beim Abkühlen: Wasserschutzpolizei warnt vor tückischen Strömungen und Brückensprüngen im Rhein“ auf Wiesbadenaktuell detailliert aufgezeigt, wie unterschätzt die Risiken des Stroms sind. Die Wasserschutzpolizei warnt darin unmissverständlich vor den unsichtbaren Wirbeln, insbesondere im Bereich von Brückenpfeilern, Buhnen und eben Inseln wie der Rettbergsaue. Solche leichtsinnigen Badeausflüge bringen im Ernstfall nicht nur die Schwimmer selbst, sondern auch die Einsatzkräfte in Lebensgefahr.

Mehr aktuelle Polizeiberichte, Feuerwehreinsätze und wichtige Sicherheitswarnungen für die Region finden Sie täglich in unseren verschiedenen Rubrik auf Wiesbadenaktuell.de.

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