Straßenverkehrsgefährdung

Geisterfahrer-Drama auf der A671: 78-Jähriger fährt entgegen der Fahrtrichtung

Atemanhaltende Szenen am frühen Freitagabend auf der Autobahn 671 im Bereich von Wiesbaden. Ein 78-jähriger Autofahrer hat für akute Lebensgefahr gesorgt. Zahlreiche schockierte Autofahrer mussten in letzter Sekunde ausweichen, um einen frontalen Beinahe-Crash zu verhindern. Die Polizei sucht Zeugen und Verkehrsteilnehmer die gefährdet wurde von dem Mann.

Von: |Erschienen am: 19. Juni 2026 22:01|

Symbolfoto

Ein riesiges Schutzengel-Aufgebot verhinderte am Freitagabend, 19. Juni, eine verheerende Katastrophe auf der Autobahn. Gegen 19:47 Uhr schrillten in der Einsatzzentrale der Autobahnpolizei Wiesbaden die Telefone im Sekundentakt. Mehrere geschockte Verkehrsteilnehmer meldeten über den Notruf einen akuten Geisterfahrer auf der A671 auf der Richtungsfahrbahn Mainz.

Irrfahrt beginnt in Hochheim-Süd – Ausweichmanöver auf der linken Spur

Nach den ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei Wiesbaden passierte das Unglück mutmaßlich an der Anschlussstelle Hochheim-Süd. Dort bog der 78-jährige Deutsche mit seinem grauen Ford Kuga falsch ab und beschleunigte auf die Richtungsfahrbahn Mainz – allerdings entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Besonders dramatisch: Der Senior steuerte sein Fahrzeug direkt auf den aus seiner Sicht rechten, für den regulären Verkehr jedoch linken und damit schnellsten Fahrstreifen. Die ersten entgegenkommenden Kraftfahrzeuge wurden völlig unvorbereitet mit dem SUV konfrontiert und mussten teils extrem rasant ausweichen. Wie durch ein Wunder kam es in dieser ersten Phase zu keinem schweren Verkehrsunfall.

Senior bemerkt Fehler und schleicht weiter – Polizei riegelt die A671 ab

Im weiteren Verlauf seiner Irrfahrt bemerkte der ältere Herr schließlich selbst, dass er sich in einer lebensgefährlichen Situation befand. Anstatt seinen Ford Kuga jedoch sofort auf dem Standstreifen abzustellen und den Notruf zu wählen, setzte er seine Fahrt fort. Er drosselte die Geschwindigkeit auf ein Minimum und kroch mit sehr geringem Tempo stur auf dem linken Fahrstreifen weiter entgegen der Fahrtrichtung. Dadurch kam es fortlaufend zu weiteren gefährlichen Situationen, in denen nachfolgende Autos und Lastwagen im letzten Moment auf die mittleren und rechten Spuren ausweichen mussten.

Zwei Funkstreifen der Autobahnpolizei Wiesbaden rasten sofort zur Absicherung heran. Um Schlimmeres zu verhindern, fackelten die Beamten nicht lange, sie bremsten den regulären Verkehr in Richtung Mainz komplett herunter und stoppten den Fluss komplett ab. Nach kurzer Zeit gelang es den Streifen, das Auto des 78-Jährigen im Bereich Mainz-Kastel erfolgreich zu blockieren, zu sichern und den Mann mitsamt seinem SUV unbeschadet von der Autobahn zu geleiten.

Verdacht auf Medikamenten-Einfluss – Blutprobe angeordnet und Auto beschlagnahmt

Bei der anschließenden Kontrolle auf der Dienststelle stellte sich heraus, dass der Senior weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss stand. Dennoch verhielten sich die Beamten konsequent: Aufgrund des dringenden Verdachts einer akuten Fahruntüchtigkeit durch die Einnahme starker Medikamente wurde eine richterlich angeordnete Blutentnahme durchgeführt.

Die Konsequenzen für den 78 Jahre alten Senior  folgten prompt: Sowohl sein Führerschein als auch der Ford wurden von der Polizei vor Ort sichergestellt und beschlagnahmt. Auf den Mann kommt nun ein massives Ermittlungsverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs zu.

Zeugenaufruf – Autobahnpolizei sucht dringend gefährdete Autofahrer

Die Autobahnpolizei Wiesbaden hat die Ermittlungen zu dieser dramatischen Irrfahrt aufgenommen und bittet dringend um die Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere werden diejenigen Autofahrer gesucht, die dem grauen Ford Kuga am Freitagabend zwischen Hochheim-Süd und Mainz-Kastel ausweichen mussten oder direkt durch das Falschfahren gefährdet wurden.

Betroffene und Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten des Seniors machen können, werden gebeten, sich unverzüglich unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 bei der Autobahnpolizei Wiesbaden zu melden.

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