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Frauen überholen Männer bei Wahlbeteiligung: Repräsentative Wahlanalyse enthüllt spannende Details zur Wiesbaden-Wahl

Rund drei Monate nach den richtungsweisenden Kommunalwahlen vom 15. März liefert das Amt für Statistik und Stadtforschung der Landeshauptstadt Wiesbaden jetzt faszinierende Einblicke in das geheime Wahlverhalten der Bevölkerung. Durch eine wissenschaftlich fundierte, repräsentative Auswertung der Stimmabgaben wurde die Wahlentscheidung zur Stadtverordnetenversammlung akribisch nach Alter und Geschlecht aufgeschlüsselt. Die Ergebnisse, die nun als neues Sonderkapitel der offiziellen Wahlanalyse veröffentlicht wurden, zeigen einen historischen Trendwechsel. Erstmals sind es die Wiesbadenerinnen, die bei der Wahlbeteiligung die Nase vorn haben. Zudem offenbart die Statistik eine tiefe politische Spaltung zwischen den Generationen und Geschlechtern im Stadtgebiet.

Von: |Erschienen am: 19. Juni 2026 16:30|

Archivfotos: Daniel Becker

Wer geht in der hessischen Landeshauptstadt tatsächlich an die Wahlurne und welche Parteien profitieren von welchen Bevölkerungsgruppen? Diesen Fragen ist das städtische Amt für Statistik auf den Grund gegangen. Die jetzt vorliegenden, harten Daten spiegeln die politische Realität der Kommunalwahl 2026 wider und korrigieren einige Annahmen der Vergangenheit.

Historischer Trendwechsel – Wiesbadenerinnen zeigen höhere Wahlbereitschaft als Männer

Die wohl überraschendste Erkenntnis der Statistiker betrifft die allgemeine Mobilisierung. Bei den vergangenen Kommunalwahlen im Jahr 2021 zeigte sich noch das gewohnte, traditionelle Bild, nach dem Männer eine höhere Wahlbeteiligung aufwiesen. Dies hat sich am 15. März grundlegend gedreht.

Die Wahlbeteiligung der Wiesbadener Frauen lag bei beachtlichen 45,2 Prozent und überstieg damit die Beteiligungsquote der Männer, die lediglich bei 43,5 Prozent landete, deutlich. Der Trend zeigt, dass Frauenthemen und die weibliche Ansprache im Vorfeld der Wahl im Stadtgebiet gefruchtet haben.

Ein weiterhin gewohntes, aber dennoch besorgniserregendes Bild zeigt sich beim Blick auf die Altersgruppen: Während die Seniorinnen und Senioren im Alter von 60 bis 69 Jahren mit 55,4 Prozent die treuesten Kirchengänger der Demokratie blieben, lag die Wahlbeteiligung bei den jungen Erwachsenen der 18- bis 20-Jährigen bei mageren 29,3 Prozent.

Generationen-Gefälle an der Wahlurne – Senioren wählen klassisch, junge Frauen links

Bei der konkreten Parteienpräferenz verfestigen sich laut der repräsentativen Erhebung die Unterschiede zwischen Jung und Alt sowie zwischen den Geschlechtern:

  • Die Generation 70 Plus: Wählerinnen und Wähler ab 70 Jahren erwiesen sich einmal mehr als die stabilste Bank für die Volksparteien. Sie entschieden sich überproportional häufiger als alle anderen Altersgruppen für die CDU und die SPD.

  • Die Altersgruppe 25 bis 34 Jahre: In der Rushhour des Lebens zeigt sich ein deutlicher Geschlechterunterschied. Junge Frauen dieser Alterskohorte gaben ihre Stimmen signifikant häufiger der SPD und den GRÜNEN als Männer im selben Alter.

  • Die Erst- und Jungwähler (18 bis 24 Jahre): Hier zeichnet sich ein bemerkenswerter Links-Trend bei den Frauen ab. Junge Wiesbadenerinnen gaben ihre Stimmen in dieser Altersgruppe auffallend häufiger an die Partei Die Linke.

Alle Daten im Open-Data-Portal – Vollständige Analyse ab sofort digital abrufbar

Für Politik-Interessierte, Parteien und Daten-Analysten stellt die Landeshauptstadt das Zahlenmaterial vollumfänglich zur Verfügung. Wer sich tiefgehend mit den Grafiken, Tabellen und den statistischen Abweichungen in den einzelnen Wahlbezirken beschäftigen möchte, findet die komplette Wahlanalyse kostenfrei als PDF-Dokument auf der städtischen Homepage unter www.wiesbaden.de im Bereich des Amtes für Statistik und Stadtforschung.

Um maximale Transparenz zu gewährleisten, wurden die Ergebnisse zudem in maschinenlesbarer Form aufbereitet. Sie stehen ab sofort für jedermann auf der städtischen Open-Data-Plattform unter opendata.cloud.wiesbaden.de zur freien Verfügung und Weiterverarbeitung bereit.

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Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung

Hier geht es zu 3 Fotostrecken mit Reaktionen und Stimmungen der Wiesbadener Parteien


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Impressionen von den Grünen, Volt, Die Linken, AfD, FDP, FWG/pro auto am Sonntag, 15. März 2026