Testlauf
Großer Probealarm – Heute heulen in ganz Wiesbaden die Sirenen
Kein Grund zur Beunruhigung am heutigen Dienstagabend. Die hessische Landeshauptstadt und die Feuerwehr Wiesbaden führen eine umfassende Sirenenprobe durch. Der analoge Akustik-Test dient der Überprüfung des modernisierten Warnnetzes. Doch wissen Sie im Ernstfall sofort, was zu tun ist? Von geschlossenen Fenstern über ausgeschaltete Klimaanlagen bis hin zum richtigen Informationskanal – wir zeigen Ihnen die offiziellen und lebenswichtigen Verhaltensregeln des Bundesministeriums, die Sie kennen sollten.
Symbolfoto
Wenn heute Abend die Uhren auf die Minute genau sieben Uhr schlagen, wird es im gesamten Stadtgebiet laut. Die Wiesbadener Brandschützer testen die Funktionsfähigkeit der stationären Warnanlagen auf Herz und Nieren. Ziel der heutigen – Dienstag, 9. Juni – Maßnahme ist es, sicherzustellen, dass die akustischen Signale im Ernstfall in allen Wohngebieten, Gewerbearealen und Stadtteilen fehlerfrei und flächendeckend zu hören sind.
Freiwillige Feuerwehren heute im Live-Einsatz – Warn-Apps bleiben stumm
Hinter dem heutigen Test steckt ein beachtlicher personeller Aufwand: Die im gesamten Stadtgebiet verteilten Sirenenstationen werden am Abend von ehrenamtlichen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren direkt vor Ort besetzt und überwacht. So können eventuelle technische Defekte, unzureichende Beschallungsradien oder Ausfälle sofort präzise dokumentiert und im Nachgang behoben werden.
Wichtig für alle Bürgerinnen und Bürger im Laufe des heutigen Tages: Es handelt sich um eine reine, analoge Sirenenprobe. Die modernen digitalen Warn-Kanäle – wie die Apps NINA oder KATWARN sowie das bundesweite Mobilfunk-Warnsystem Cell-Broadcast – werden am heutigen Abend nicht ausgelöst. Ihr Smartphone wird also keine Push-Nachricht anzeigen. Flankierend wird der Probealarm jedoch bereits auf den großen digitalen Anzeigetafeln im städtischen Straßenraum angekündigt. Ein Anruf bei den Notrufen von Feuerwehr oder Polizei ist heute nicht notwendig.
Der exakte Ablauf heute Abend – Zwei Minuten Schallzeit
Das akustische Programm am heutigen Dienstagabend ist präzise getaktet und richtet sich streng nach den einheitlichen Vorgaben des Katastrophenschutzes:
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Das Warnsignal (Start um 19:00 Uhr): Den Anfang macht ein einminütiger, kontinuierlich auf- und abschwellender Heulton. Im realen Krisenfall signalisiert dieses Zeichen die akute „Warnung der Bevölkerung“ vor Gefahrenlagen wie Schadstoffwolken, Großbränden oder Extremwetter.
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Das Entwarnungssignal: Nach einer kurzen Unterbrechung folgt ein Dauerton von ebenfalls einer Minute Länge. Dieses Signal bedeutet für die Bevölkerung die offizielle Entwarnung – die simulierte Gefahr ist vorüber.
Wiesbaden modernisiert und digitalisiert sein Warnnetz
Der heutige Probelauf ist Teil eines weitreichenden Infrastrukturprojekts der Landeshauptstadt. Schritt für Schritt werden alle vorhandenen Sirenenanlagen umfassend digitalisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. In diesem Zuge werden veraltete Gerätschaften erneuert oder an strategisch wichtigen Punkten komplett neue Sirenenmasten errichtet.
Als Grundlage hierfür dienen modernisierte Beschallungspläne, welche die aktuelle und zukünftige bauliche Entwicklung sowie das Wachstum der einzelnen Wiesbadener Stadtteile berücksichtigen, um eine lückenlose Erreichbarkeit im Gefahrenfall zu gewährleisten.
Verhaltensregeln für den Ernstfall – Das gilt im echten Krisenfall
Auch wenn das Heulen am heutigen Abend nur zu Testzwecken erfolgt, erinnert die Feuerwehr Wiesbaden an die offiziellen und einheitlichen Verhaltensregeln des Bundesministeriums des Innern (BMI), die beim Signal „Warnung der Bevölkerung“ (auf- und abschwellender Ton) zwingend einzuhalten sind:
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Schutz suchen: Sofort die Türen und Fenster der Wohnung oder des Hauses schließen.
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Aufenthalt im Freien vermeiden: Konsequent im Inneren von Gebäuden aufhalten.
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Medien einschalten: Wie Wiesbadenaktuell.de, das Radio aktivieren und auf offizielle Durchsagen achten.
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Feuerwehr-Kanäle prüfen: Aktuelle Infos online unter www.feuerwehr-wiesbaden.de abrufen.
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Klimaanlagen deaktivieren: Lüftungs- und Klimaanlagen komplett ausschalten, um das Einsaugen von Gasen oder Rauch zu verhindern.
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Nachbarschaftshilfe: Direkt die Nachbarn im Haus verständigen und informieren.
Eigenvorsorge im Fokus – Ratgeber der Stadt nutzen
Die Rettungskräfte betonen in diesem Kontext ein wichtiges Grundprinzip: Bei einer großflächigen Katastrophe oder Krise können Einsatzkräfte unmöglich allen Bürgern, Betrieben und Einrichtungen zeitgleich helfen. Eine solide private Eigenvorsorge ist daher unerlässlich.
Umfassende Checklisten und Broschüren zur Notfallvorsorge stehen auf der städtischen Informationsplattform unter wiesbaden.de/notfallvorsorge bereit. Für den Fall einer tatsächlichen, akuten Krise in Wiesbaden stellt die Stadtverwaltung verifizierte Updates unter wiesbaden.de/krisenfall zur Verfügung.
Mehr aktuelle Servicemeldungen, Blaulicht-Nachrichten und Berichte der Feuerwehr finden Sie täglich in unseren verschiedenen Rubriken auf Wiesbadenaktuell.de.
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InfoBox
Die Sirenenprobe kompakt auf einen Blick:
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Was: Großflächiger technischer Sirenentest zur Überprüfung des Digitalnetzes.
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Wann: Dienstag, 9. Juni, pünktlich um 19:00 Uhr.
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Wo: Gesamtes Stadtgebiet der Landeshauptstadt Wiesbaden.
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Ablauf: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton (Warnung), danach 1 Minute Dauerton (Entwarnung).
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Wichtig: Keine Auslösung von Warn-Apps, Cell-Broadcast oder Smartphones. Keine Rückmeldung der Bürger erforderlich


