Bildungsimpulse
Mehr Unterstützung: Drei Grundschulen sollen zusätzliche Sozialarbeit erhalten
In Wiesbaden soll die Schulsozialarbeit an mehreren Grundschulen erweitert werden. Der aktuelle Bericht zeigt, welche Entwicklungen geplant sind und warum zusätzliche Unterstützung künftig eine größere Rolle spielt.
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An weiteren Standorten soll das Netzwerk der Schulsozialarbeit an Wiesbadener Grundschulen ergänzt und ausgebaut werden. Vorgesehen ist eine Ausweitung des Angebots unter anderem an der Johannes‑Maaß‑Schule, der Karl‑Gärtner‑Schule und der Otto‑Stückrath‑Schule.
Grundlage für die Planungen ist der aktuelle Erfahrungs- und Geschäftsbericht „Schulsozialarbeit an Wiesbadener Grundschulen“, der online abrufbar ist.
Langjährige Unterstützung im Schulalltag
Seit mehr als drei Jahrzehnten begleitet die Schulsozialarbeit Kinder und ihre Familien im schulischen Alltag. „Seit 35 Jahren begleitet die Schulsozialarbeit Kinder und ihre Familien verlässlich in ihrem Schulalltag und ist aus dem System der Kinder- und Jugendhilfe nicht mehr wegzudenken“, betont Sozialdezernentin Patricia Becher (SPD).
Sie hebtzudem hervor, dass gerade an Grundschulen frühe Unterstützung entscheidend sei. Schulsozialarbeit gebe Kindern Orientierung, stärke Eltern und trage gemeinsam mit Lehrkräften zu einem positiven Lernumfeld bei.
Wachsende Bedeutung und gesetzliche Stärkung
In den vergangenen Jahren habe die Bedeutung der Schulsozialarbeit deutlich zugenommen. Mit der Einführung des § 13a SGB VIII wurde ihre Rolle als verbindliche Leistung der Jugendhilfe seit 2021 gesetzlich gefestigt. Besonders an Schulen in sozial benachteiligten Quartieren sei das Angebot heute unverzichtbar.
Entwicklung seit 1990
Ihren Ursprung hat die Schulsozialarbeit in Wiesbaden in der „Betreuenden Grundschule (BGS)“, die seit 1990 Ganztagsbetreuung und sozialpädagogische Elemente verbindet. Mittlerweile sind 17 Grundschulen an das Angebot angeschlossen. Seit dem Schuljahr 2018/19 wird zudem das Konzept „Schulsozialarbeit für alle“ schrittweise umgesetzt.
Bis zum Schuljahr 2027/28 soll es an allen bestehenden BGS‑Standorten vollständig etabliert sein. „Damit erreichen wir dort ein zentrales Ziel: Alle Kinder erhalten Zugang zu den Angeboten und Leistungen der Schulsozialarbeit“, so Becher.
Ausblick und weitere Schritte
Für die kommenden Jahre sieht die Sozialdezernentin die Schulsozialarbeit an den Wiesbadener Grundschulen weiterhin als wichtige Anlaufstelle im schulischen Umfeld. Umso erfreulicher sei es, dass der Sozialausschuss den Bericht positiv aufgenommen und das Dezernat beauftragt habe, zusätzliche Mittel für drei weitere Schulen anzumelden.
Die Johannes‑Maaß‑Schule, die Karl‑Gärtner‑Schule und die Otto‑Stückrath‑Schule weisen laut Stadt eine mittlere bis hohe soziale Bedarfslage auf, die Armutsquote der Kinder liegt dort über dem städtischen Durchschnitt.
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