Polizeieinsatz

Sicherheitstag gegen Gewaltkriminalität: Auch Wiesbaden im Fokus hessenweiter Kontrollen

Am Mittwoch, 6. Mai, fand der neunte länderübergreifende Sicherheitstag statt. Auch in Wiesbaden sowie anderen hessischen Städten zeigten Polizei, Zoll und Bundespolizei massive Präsenz. Während die Zahl der Messerangriffe im öffentlichen Raum deutlich sinkt, bereitet die allgemeine Gewaltkriminalität den Behörden weiterhin Sorge.

Von: |Erschienen am: 7. Mai 2026 12:28|

Foto: Frank Zinn / HMdI

Ein starkes Zeichen gegen Kriminalität im öffentlichen Raum: Unter der Koordination des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) waren am Mittwoch, 6. Mai, insgesamt 799 Einsatzkräfte in ganz Hessen mobilisiert. Die Bilanz des großangelegten Kontrolltags ist beachtlich: Über 2.000 Personen wurden überprüft, 37 Festnahmen erfolgten und 11 Haftbefehle konnten vollstreckt werden.

Fokus auf Waffenverbotszonen und Messerangriffe

Ein besonderer Schwerpunkt der Maßnahmen lag in diesem Jahr auf der Bekämpfung von Rohheits- und Gewaltkriminalität. Hierbei kontrollierten die Beamten insbesondere die Waffenverbotszonen in Städten wie Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt und Limburg.

Die konsequente Linie scheint Früchte zu tragen. Laut Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gingen Messerangriffe im öffentlichen Raum in Hessen im Jahr 2025 um beachtliche 18,8 Prozent zurück. „Das ist eine deutliche Bestätigung unserer konsequenten Linie in öffentlichen Bereichen“, so Poseck. Trotz dieses Rückgangs konnten allein am gestrigen Sicherheitstag hessenweit erneut 21 Messer sichergestellt werden.

Bilanz der Verstöße: Drogen, Waffen und illegale Einreise

Die Kontrollen konzentrierten sich auf bekannte Brennpunkte, Bahnhöfe, Haltestellen des ÖPNV sowie Kontrollstellen an Autobahnen. Dabei registrierten die Einsatzkräfte eine Vielzahl von Delikten:

  • 35 Verstöße gegen das Ausländerrecht

  • 25 Fälle von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz

  • 9 Verstöße gegen das Waffengesetz

  • 15 Mal Fahren ohne Fahrerlaubnis

Insgesamt fertigten die Beamten 258 Strafanzeigen und stellten 400 Ordnungswidrigkeiten fest.

Gewaltkriminalität bleibt Herausforderung

Trotz der Erfolge beim Rückgang von Messerangriffen zeigt die Kriminalstatistik 2025 auch eine Schattenseite: Die Gewaltkriminalität insgesamt nimmt zu. Die Körperverletzungsdelikte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf über 40.000 Fälle an. Seit 2019 entspricht dies einem Zuwachs von mehr als 26 Prozent.

Hessischen Landeskriminalamts-Präsident Daniel Muth betonte die Wichtigkeit der länderübergreifenden Zusammenarbeit mit Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland: „Durch abgestimmte Maßnahmen und erhöhte Präsenz leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung.“

 Weniger Straßenkriminalität in Wiesbaden

Diese positive Entwicklung deckt sich mit der im März veröffentlichten Kriminalstatistik für die Landeshauptstadt. Unter dem Titel „Mehr Einbrüche, weniger Straßenkriminalität: Wiesbadens Sicherheitslage 2025“ berichtete Wiesbadenaktuell.de bereits über einen spürbaren Rückgang der Delikte im öffentlichen Raum. Während die Fallzahlen bei Einbrüchen leider stiegen, zeigt die konsequente Polizeipräsenz in der Innenstadt und den Waffenverbotszonen Wirkung: Die Straßenkriminalität ist rückläufig, was den aktuellen Erfolg des landesweiten Sicherheitstages in Wiesbaden unterstreicht.

Prävention und Bürgerdialog

Neben den repressiven Maßnahmen suchte die Polizei auch das Gespräch mit den Menschen vor Ort. An zahlreichen Informationsständen wurden Bürger über Präventionsmöglichkeiten aufgeklärt. Ziel des Sicherheitstages war es nicht nur, Straftäter dingfest zu machen, sondern auch die Sichtbarkeit der Polizei im Alltag zu erhöhen und so das Sicherheitsgefühl der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener nachhaltig zu stärken.

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