Schutzmaßnamen

Aufatmen in Wiesbaden: Sperrzonen zur Afrikanischen Schweinepest werden gelockert

Erfolg im Kampf gegen die Tierseuche: Dank wirksamer Bekämpfungsmaßnahmen können die Restriktionen in Wiesbaden ab dem 8. Mai deutlich gelockert werden. Während im Norden der Stadt die Sperrzonen komplett fallen, gibt es auch für die Schiersteiner Aue gute Nachrichten für Hundehalter und Freizeitsportler. Doch im Süden bleibt die Wachsamkeit hoch.

Von: |Erschienen am: 5. Mai 2026 13:25|

Foto: Daniel Becker

Die Strategie zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der hessischen Landeshauptstadt trägt Früchte. Wie die Stadtverwaltung Wiesbaden mitteilt, treten am Freitag, 8. Mai, zwei neue Allgemeinverfügungen in Kraft, die erhebliche Erleichterungen mit sich bringen. Besonders Jäger, Landwirte und Outdoor-Sportler profitieren von der neuen Lagebeurteilung.

Freiheit für den Wiesbadener Norden

Die wichtigste Nachricht für alle Anwohner im nördlichen Stadtgebiet: Alle Gebiete, die nördlich der neu definierten Grenze der Sperrzone I (grüne Linie im Kartenmaterial) liegen, sind ab Freitag keine Restriktionszonen mehr. Damit entfallen dort sämtliche bisherigen Auflagen.

Zwischen der sogenannten violetten und der grünen Linie wird die neue Sperrzone I (Pufferzone) eingerichtet. Hier darf Schwarzwild ab sofort wieder nahezu uneingeschränkt bejagt werden – ein wichtiger Schritt zur Normalisierung des Jagdbetriebs.

Schiersteiner Aue – Hunde frei und Wege offen

Auch für eines der beliebtesten Naherholungsgebiete gibt es positive Nachrichten. Auf der Schiersteiner Aue entfallen die letzten verbliebenen Einschränkungen:

  • Leinenpflicht: Hunde dürfen ab Freitag wieder frei laufen (sofern keine anderen örtlichen Gebote, wie etwa Naturschutzauflagen, dagegen sprechen).

  • Freizeitaktivitäten: Radfahren und Wandern sind auch abseits der befestigten Wege wieder gestattet.

  • Jagd: Die Bejagung von Wild ist in diesem Bereich wieder vollständig freigegeben.

Sperrzone II – Wachsamkeit im Süden bleibt Pflicht

Weniger Bewegung gibt es hingegen im südlichen Stadtgebiet (südlich der violetten Linie). In der Sperrzone II sowie in den sogenannten „Weißen Zonen“ gelten die strengen Auflagen unvermindert weiter.

Die Wiesbadener Jägerschaft bleibt hier explizit dazu aufgerufen, die Jagd auf Schwarzwild verstärkt fortzuführen. Das Ziel ist klar: Nur ein drastisch reduzierter Bestand senkt das Risiko einer erneuten Ausbreitung der Seuche effektiv.

Appell an die Bürger – Tore zu, Augen auf!

Trotz der Lockerungen im Norden bleibt die Mithilfe der Bevölkerung entscheidend für den dauerhaften Erfolg:

  1. Zäune: Tore der errichteten Schutzzäune müssen zwingend geschlossen gehalten werden.

  2. Meldepflicht: Wer Wildschweinkadaver findet oder krank wirkende Tiere sichtet, wird gebeten, dies unverzüglich über die bekannten Kanäle (Veterinäramt oder Polizei) zu melden.

Den genauen Verlauf der neuen Zonen können Interessierte in der interaktiven Online-Karte des Friedrich-Loeffler-Instituts einsehen.

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