Rote Früchte

Süße Versuchung aus der Region: Erdbeersaison offiziell eröffnet

Das Warten hat ein Ende: Auf den Feldern von Paul’s Bauernhof sind die ersten heimischen Erdbeeren reif. Trotz eines harten Winters sorgen das sonnige Frühjahr und fleißige Hummeln für eine Spitzenqualität. Zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag gab es eine besondere Überraschung für alle Genießer: Die Preise bleiben trotz steigender Kosten stabil.

Von: |Erschienen am: 23. April 2026 15:45|

Fotos: Daniel Becker

Wenn das kräftige Rot der ersten Früchte zwischen den grünen Blättern hervorleuchtet, beginnt im Rhein-Main-Gebiet die wohl genussvollste Zeit des Jahres. Am Donnerstag, 23. April, luden Erdbeerbauer Reiner Paul zur offiziellen Saisoneröffnung auf Felder zwischen Wallau und Wiesbaden-Nordenstadt ein. Noch vor wenigen Wochen deutete vieles auf einen deutlich verspäteten Saisonstart hin – doch dank eines sonnigen Frühjahrs sowie außergewöhnlich warmen Temperaturen haben die Pflanzen rasant aufgeholt. Das Fazit nach dem kalten Jahresbeginn: Die Früchte der Sorte „Clery“ sind bereits jetzt bemerkenswert groß, fest im Biss und bestechen durch ein außergewöhnlich süßes Aroma.

Preis-Versprechen – Regionaler Genuss bleibt bezahlbar

In Zeiten allgemeiner Teuerung setzte Reiner Paul bei der Eröffnung ein deutliches Zeichen für die Verbraucher. Trotz massiv gestiegener Kosten für Dünger, Verpackung, Lohn und Logistik bleibt der Preis für die 500-Gramm-Schale bei 5,90 Euro – auf dem Niveau des Vorjahres.

„Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich jeder Mensch in der Region weiterhin frische, einheimische Erdbeeren leisten kann“, betonte Paul in seiner Ansprache. Landrat Michael Cyriax lobte dieses unternehmerische Engagement: „Dass die Preise stabil gehalten werden, ist eine starke Botschaft an die Kunden in Wallau, Wiesbaden und dem gesamten Main-Taunus-Kreis.“

Tägliche Arbeit, Leidenschaft und Sorgfalt

„Es ist die tägliche Arbeit, die Leidenschaft und die Sorgfalt, mit der hier auf dem Hof gearbeitet wird. Und unsere Mitarbeiter setzen sich hier tagtäglich dafür ein, dass die Früchte in der Qualität wachsen können und reifen können, wie sie unsere Kunden  hier auf dem Feld heute vorfinden“, berichtete Paul.

Paul’s Bauernhof steht für Regionalität, Frische und für echte Handarbeit. Genau das möchten wir heute mit Ihnen zusammen feiern.

Von der Aufholjagd zur Traumernte

Die Natur legte eine beeindruckende Aufholjagd in den letzten Wochzen hin. „Man merkt im Moment wirklich jeden Tag, wie sich die Pflanzen weiterentwickeln“, erklärte der Landwirt aus Wallau. Ein entscheidender Faktor für die perfekte Fruchtform und das Aroma sind die „stillen Mitarbeiter“ des Hofes. 65 Hummelvölker mit rund 10.000 Tieren sorgten auch bei kühleren Temperaturen zuverlässig für die Bestäubung.

Besonders die frühreife italienische Sorte „Clery“ zeigt sich in diesem Jahr von ihrer besten Seite. Sie gilt unter Kennern als robust und besonders geschmacksintensiv – ein Qualitätsunterschied zur Importware, den man laut Paul sofort schmeckt.

Frische, die man schmeckt – Ohne lange Wege

Ein großer Vorteil der regionalen Erdbeere ist die Frische. Während Importe aus Südeuropa oder Nordafrika tagelange Transporte hinter sich haben, landen die Wallauer Früchte vollreif geerntet und ohne Umwege an den rund 30 Verkaufsständen in der Region. „Unsere Erdbeeren werden tagesfrisch verkauft. Das ist echte Handarbeit aus der Nachbarschaft“, so Paul.

Selbstpflücken und Ausblick

Für alle, die selbst Hand anlegen wollen, gibt es gute Nachrichten: Das beliebte Selbstpflücken wird voraussichtlich Mitte Mai starten. Paul’s Bauernhof hat sich längst zum Erlebnisbauernhof entwickelt, auf dem Familien Landwirtschaft hautnah erleben können.

Und der Blick geht bereits über den Sommer hinaus: Ab dem 14. August 2026 startet wieder die große Kürbiserlebniswelt inklusive Maislabyrinth – ein festes Highlight im regionalen Veranstaltungskalender.

Moderner Beerenanbau mit Tradition

Seit über 20 Jahren baut die Familie Paul Erdbeeren im Rhein-Main-Gebiet an. Was einst mit einem halben Hektar und einem Verkaufsstand begann, ist heute ein moderner Beerenobstbetrieb mit über 45 Hektar Anbaufläche und gut 30 Verkaufsständen in der Region.

Neben Erdbeeren gehören mittlerweile auch Himbeeren und Heidelbeeren zum Sortiment. Der Hof wird in vierter Generation geführt – mit einem klaren Fokus auf Regionalität, Qualität und nachhaltige Anbaumethoden. Dazu zählen unter anderem der Einsatz von Nützlingen, Blühflächen zur Förderung der Biodiversität sowie moderne Anbauverfahren, die für optimale Wachstumsbedingungen sorgen.

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