World Design Capital 2026
Plattform für Austausch und Zukunftsprojekte startet im Mai
Mitten in der Wiesbadener Innenstadt entsteht ein Ort, der mehr sein soll als ein temporärer Treffpunkt. Wo früher ein Kaufhaus stand, formt sich nun ein Raum, in dem Visionen wachsen, Projekte sichtbar werden und ungewöhnliche Begegnungen möglich sind.
Foto: POINT. Architektur / luxfeld digital art / Stefanie Lindinger
In der Wiesbadener City entsteht von 2. Mai bis 31. Oktober ein neuer Ort für Austausch, Ideen und Mitgestaltung. Im ehemaligen Kaufhaus Sportscheck richtet die Stadt gemeinsam mit Partnern den Werkraum Wiesbaden ein.
Dies soll ein temporärer Ort sein, der Projekte zur World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 (WDC 2026) sichtbar macht und Initiativen aus der Region vernetzt.
Offenes Forum für die Stadtgesellschaft
Der Werkraum versteht sich als Plattform für alle, die Impulse für gesellschaftliche Veränderungen setzen möchten. Entwickelt wurde das Konzept von der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden, der Architektin Sandra Düsterhus sowie Prof. Jörg Waldschütz und Studenten der Hochschule RheinMain.
Die World Design Capital, ein Titel der World Design Organization, rückt 2026 die Region Frankfurt RheinMain in den internationalen Fokus. Der Werkraum soll dabei sechs Monate lang ein zentraler Ort für Austausch und Kooperation in Wiesbaden werden.
Sichtbarkeit für Projekte und Ideen
Viele Vorhaben im Rahmen der WDC 2026 benötigen Raum, Partner und Öffentlichkeit. Der Werkraum bündelt Informationen, dient als WDC-Infopoint und bietet Präsentationsflächen. Als „Vierter Ort“, jenseits von Zuhause, Arbeit und Konsum, soll er Initiativen ermöglichen, ihre Projekte vorzustellen und neue Kooperationen zu entwickeln. Ausstellungen, Workshops, Diskussionen und experimentelle Formate machen gesellschaftliche Transformation erlebbar und laden zur Beteiligung ein.
„Dieser Ort bietet auf zwei transformativen Ebenen maximales Potenzial: Stadträumlich bietet die Lage in der Fußgängerzone ein Angebot, das sich an alle richtet – das gestalterische Konzept basiert auf den Prinzipien der Zirkularität“, erläutert Mitinitiatorin Sandra Düsterhus. Die Wiederverwendung vorhandener Materialien wird damit zum sichtbaren Zeichen eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen.
Ein Raum, der sich ständig weiterentwickelt
Der Werkraum bleibt während seiner gesamten Laufzeit in Bewegung. Neben Ausstellungen und Workshops sind Lehrveranstaltungen, Mitmachangebote und partizipative Projekte geplant. So entsteht ein Ort, der Engagement sichtbar macht und neue Perspektiven eröffnet.
„Der Werkraum wird ein offener, niederschwelliger Treffpunkt für die ganze Stadtgesellschaft. Er ist ein Experimentierraum für Wiesbaden. Wir möchten Menschen zusammenbringen, die unsere Stadt aktiv, offen und über den Projektzeitraum hinaus mitgestalten wollen“, betont Sabine Philipp, Direktorin der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden.
Themen, die Wiesbaden bewegen
Inhaltlich wird der Werkraum durch zahlreiche World-Design-Capital-Projekte und regionale Partner gestaltet. Im Mittelpunkt stehen Zukunftsfragen wie Wohnen, Mobilität, Klimaschutz, Gesundheit, Ernährung, Inklusion, soziale Teilhabe und Demokratieförderung. Das Programm wird fortlaufend erweitert und rechtzeitig zur Eröffnung online veröffentlicht.
Breite Unterstützung aus der Region
Finanziell getragen wird das Projekt Werkraum in der Innenstadt unter anderem vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, dem Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden, Caparol, der Wiesbadener Volksbank, ESWE Versorgungen, der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, dem SV Wehen Wiesbaden und der Hochschule Mainz.
Zu den bisherigen Partnern zählen die Hochschule RheinMain, POINT.Architektur, das Stadtmuseum am Markt und die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden. Mit dem Werkraum entsteht ein Ort, der die Stadtgesellschaft zusammenbringt und kreative Impulse für die Zukunft Wiesbadens setzt.
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads


