Körperverletzung

Mutiger Helfer will Streit schlichten und wird angegriffen

Ein mutiger Passant wollte einen Streit in Wiesbaden schlichten und wurde in der Nacht zum Samstag dabei selbst zum Opfer. Der stark alkoholisierten Täter flüchtete, kam aber nicht weit.

Von: |Erschienen am: 19. April 2026 10:09|

Symbolfoto: Canva

Zivilcourage zu zeigen, ist wichtig, kann aber leider auch gefährlich sein – das musste ein Mann aus Neuss in der Nacht von Freitag auf Samstag, 18. Aüril, am eigenen Leib in Wiesbaden erfahren. Gegen 00:16 Uhr erreichten mehrere Notrufe die Wiesbadener Polizei. Passanten meldeten eine Schlägerei und eine verletzte Person auf dem belebten Bahnhofsvorplatz.

Unvermittelter Angriff an der Bushaltestelle

Nach ersten Erkenntnissen beobachtete der Mann aus Neuss im Bereich der Bushaltestellen einen heftigen verbalen Streit zwischen einem Mann und einer Frau. Da die Situation bedrohlich wirkte, entschied sich der Zeuge einzuschreiten und sprach den Aggressor auf sein Verhalten an.

Die Reaktion folgte prompt und gewalttätig. Ohne Vorwarnung schlug der Unbekannte dem Helfer mit der Faust mit voller Wucht ins Gesicht. Der Neusser erlitt dabei Verletzungen und musste von von Rettungskräften erstversorgt werden.

 Täter randalierte weiter

Lange konnte der Schläger jedoch nicht flüchten. Dank der präzisen Beschreibungen der Zeugen entdeckten die Beamten den Tatverdächtigen noch im Nahbereich des Hauptbahnhofs. In diesem Moment schleuderte der Mann gerade eine Glasflasche über den Bahnhofsvorplatz, was die Gefährdung Unbeteiligter weiter unterstrich.

Bei dem Täter handelt es sich um einen 30-jährigen Mann, der erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Da er sich auch gegenüber den Polizeibeamten weiterhin äußerst aggressiv und unkooperativ verhielt, klickten die Handschellen.

Nacht in der Ausnüchterungszelle

Aufgrund seines Zustandes und zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der 30-Jährige in das zentrale Polizeigewahrsam eingeliefert. Dort musste er die restliche Nacht verbringen, um auszunüchtern. Auf ihn kommt nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung zu.

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