Inklusion
Wiesbaden erweitert „Stille Stunde“: Mehr Partner machen mit
In Wiesbaden nimmt ein inklusives Projekt weiter Fahrt auf: Immer mehr Einrichtungen schließen sich der „Stillen Stunde“ an und unterstützen Teilhabe. Welche neuen Partner dazukommen und warum der Austausch im Museum Reinhard Ernst ein wichtiger Schritt für die Zukunft war, zeigt ein Blick auf den aktuellen Stand des Projekts.
Foto: Stadt Wiesbaden
Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag, 14. April, zu einem Austausch- und Vernetzungstreffen der Initiative „Stille Stunde“ eingeladen. Zahlreiche Händler sowie neu interessierte Unternehmen nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen zu teilen und Perspektiven für die Weiterentwicklung des Angebots zu diskutieren.
Wiesbaden ist bundesweit die erste Kommune, die die „Stille Stunde“ flächendeckend eingeführt hat und damit ein deutliches Zeichen für gelebte Inklusion setzt.
Politische Unterstützung für das Projekt
Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Hessischen Sozialministerin Heike Hofmann. Sie hob die Bedeutung des Projekts hervor:
„Dass Wiesbaden sich so engagiert der Idee gelebter Inklusion verschreibt und mit der ‚Stillen Stunde‘ voranschreitet, begrüße und unterstütze ich sehr gerne. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr ist das heutige Vernetzungstreffen nun ein logischer nächster Schritt, um weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bereich des Handels und darüber hinaus gewinnen zu können – und so das Angebot, das Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein Stück mehr Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglicht, auszubauen. Ich hoffe, dass das Projekt auch über Wiesbaden hinaus Nachahmer findet und andere Städte und Gemeinden diesem inklusiven Weg folgen.“
Teilhabe ermöglichen
Auch Stadträtin Dr. Patricia Becher (SPD) betonte die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung: „Eine Stadt, die Vielfalt ernst nimmt, schafft Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse. Die Stille Stunde trägt dazu bei, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.“
Wachsende Zahl an Partnern
Seit Juli 2025 wird die „Stille Stunde“ in Wiesbaden umgesetzt. Mittlerweile beteiligen sich über 40 Geschäfte und Unternehmen. Neu hinzugekommen sind unter anderem das Café der Orangerie im Aukamm sowie das frauen museum wiesbaden. Im Mai wird auch das sam – Stadtmuseum am Markt – das Angebot einführen.
Erfahrungen aus der Praxis
Im Zentrum des Treffens standen persönliche Einblicke und konkrete Umsetzungserfahrungen. Daniela Hill, Mitglied des Expertenrats der Stadt, schilderte ihre Perspektive als Betroffene.
Händler berichteten von positiven Rückmeldungen ihrer Kundschaft und Mitarbeitenden. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem gedimmtes Licht, reduzierte Geräuschkulissen und reizärmere Abläufe.
Kulturelle Einrichtungen als wichtige Partner
Mit dem Museum Reinhard Ernst als Veranstaltungsort wurde zugleich ein Signal gesetzt: Auch kulturelle Häuser können eine zentrale Rolle in der „Stillen Stunde“ übernehmen. Eva Authried erläuterte, wie sich das Konzept durch gezielte Raumgestaltung in museale Abläufe integrieren lässt.
Blick in die Zukunft
Deutlich wurde, dass der Austausch zwischen den Beteiligten entscheidend für die Weiterentwicklung ist. „Ziel bleibt es, die ‚Stille Stunde‘ in Wiesbaden weiter auszubauen, zusätzliche Partner zu gewinnen und das Angebot nachhaltig in der Stadt zu verankern“, erklärten Karin Mültin und Andrea Hausy, die Ansprechpartnerinnen der Initiative. „Sprechen Sie uns gerne an.“
Zusätzliche Infos
Weitere Informationen und eine Übersicht der teilnehmenden Wiesbadener Geschäfte der „Stillen Stunde“ zur Unterstütung von Inklusion und Teilhabe finden sich unter www.wiesbaden.de/stille-stunde.
Kontakt für Rückfragen:
Karin Mültin, Citymanagement der Landeshauptstadt Wiesbaden, E-Mail: citymanagement@wiesbaden.de, Telefon 0611 / 318686
Andrea Hausy, Kommunale Inklusionsbeauftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden, E-Mail: inklusionsbeauftragte@wiesbaden.de, Telefon 0611 / 315896
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