Landesehrung

Hessischer Verdienstorden: Wiesbadens früherer Kurdirektor Wossidlo ausgezeichnet

In Wiesbaden wurde jetzt ein Mann geehrt, der die Stadt über Jahrzehnte geprägt hat: Henning Wossidlo erhielt den Hessischen Verdienstorden. Warum sein Wirken weit über berufliche Erfolge hinausreicht und welche Rolle er für zentrale Projekte der Landeshauptstadt spielte, zeigt ein Blick auf die Auszeichnung.

Von: |Erschienen am: 16. April 2026 13:26|

Foto: Hessische Staatskanzlei / Paul Müller

In der Hessischen Staatskanzlei hat Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) den Hessischen Verdienstorden an Henning Wossidlo überreicht.

Mit der Ehrung würdigt das Land Hessen sein jahrzehntelanges Engagement für Wiesbaden und die Region.

Würdigung eines Lebenswerks

Ministerin Stolz hob in ihrer Ansprache die besondere Bedeutung von Wossidlos Wirken hervor. „Henning Wossidlo ist eine Persönlichkeit, die über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen und unsere Gesellschaft nachhaltig geprägt hat. Sein Wirken steht beispielhaft für Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Gemeinsinn“, erklärte sie bei der feierlichen Übergabe.

Prägende Arbeit für Wiesbaden

Wossidlo, 1950 in Paderborn geboren, prägte die Entwicklung Wiesbadens über viele Jahre. Nach beruflichen Stationen in der Hotellerie übernahm er ab 1985 zentrale Aufgaben bei den Kurbetrieben der Stadt und wurde 1996 zum Kurdirektor berufen. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Kurhaus zu einem international anerkannten Veranstaltungsort und stärkte Wiesbadens Position als bedeutender Standort für Kultur und Kongresse.

Zu den wichtigen Projekten seiner Amtszeit zählen der Bau der Tiefgarage unter dem Bowling Green sowie die Weiterentwicklung des Kurhauses zu einem ganzjährig stark frequentierten Veranstaltungszentrum. Auch der Umbau der Rhein-Main-Hallen zum heutigen Rhein-Main Congress Center wurde von ihm verantwortet, ein Großprojekt, das er innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmens realisierte.

Engagement weit über den Beruf hinaus

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Wossidlo über Jahrzehnte ehrenamtlich. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für die Stiftung Bärenherz, für die er seit vielen Jahren in leitenden Funktionen tätig ist und die Weiterentwicklung des Kinderhospizes maßgeblich unterstützt hat. Darüber hinaus engagierte er sich unter anderem für die Wiesbadener Sportstiftung WISPO und den Lions Club Wiesbaden.

Ministerin Stolz betonte: „Henning Wossidlo baut Brücken – zwischen Menschen, Institutionen und Ideen. Sein Engagement reicht weit über berufliche Erfolge hinaus und zeigt, was es bedeutet, Verantwortung aktiv zu leben.“

Bedeutung des Verdienstordens

Der Hessische Verdienstorden zählt zu den höchsten Auszeichnungen des Landes. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

Ministerin Diana Stolz unterstrich zum Abschluss: „Mit dieser Ehrung sprechen wir Henning Wossidlo unseren Dank und unsere Anerkennung für ein Lebenswerk aus, das Wiesbaden und weit darüber hinaus bereichert hat.“

Hintergrund zum Verdienstorden

Der Hessische Verdienstorden wurde 1989 von Ministerpräsident Walter Wallmann gestiftet und 1998 um eine zweite Stufe, den Verdienstorden am Bande, ergänzt. Er wird an Menschen verliehen, die durch ihr Engagement das Zusammenleben in Hessen nachhaltig stärken und weit über das Alltägliche hinauswirken.

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