Verbandsarbeit
Unternehmerfrauen beraten Zukunftsfragen des Handwerks
In Wiesbaden rückt die Arbeit der Unternehmerfrauen erneut in den Fokus: Bei der Mitgliederversammlung des hessischen Landesverbands wurden zentrale Zukunftsthemen diskutiert und Weichen gestellt, die für das Handwerk weit über das laufende Jahr hinaus Bedeutung haben.
Foto: ARGE
Der Landesverband Hessen der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) hat im März seine Mitgliederversammlung in der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main abgehalten.
Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf das Verbandsjahr 2025 sowie die strategische Weiterentwicklung der Vereinsarbeit.
Auftakt mit klarer Botschaft
Zum Beginn der Versammlung begrüßte Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, die Teilnehmerinnen.
Er betonte: „Das Handwerk braucht mehr Unternehmerinnen, die Verantwortung übernehmen, Betriebe weiterentwickeln und als Vorbilder sichtbar sind. Gerade junge Menschen suchen heute berufliche Perspektiven, die Sinn stiften und Zukunft haben. Das Handwerk bietet genau das. Gemeinsam mit engagierten Unternehmerfrauen können wir neue Zielgruppen für das Handwerk gewinnen und unsere Betriebe in der Region nachhaltig stärken.“
Anpacken statt zögern
Anschließend hieß UFH-Landesvorsitzende Regina Blum die Delegierten, Gäste und das neue Fördermitglied Benedikt Häuser von der IKK classic willkommen. Sie hob den gemeinsamen Antrieb aller Beteiligten hervor:
„Was uns verbindet, ist die Leidenschaft für das Handwerk und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Unternehmerfrauen im Handwerk leisten Tag für Tag Enormes, ob als Unternehmerin, Meisterin oder in tragender Rolle im Familienbetrieb. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen wollen wir junge Frauen gezielt ermutigen, ihren eigenen Weg im Handwerk zu gehen. Unser Anspruch ist klar: Nicht lange zögern, sondern machen. Wir packen an, im Betrieb, im Ehrenamt und in unseren Arbeitskreisen und Netzwerken.“
Vielfältige Aktivitäten in den Arbeitskreisen
In den Berichten der Arbeitskreise Fulda, Marburg, Rhein-Main und Vogelsberg zeigte sich die breite Palette des Engagements. Die Unternehmerfrauen organisierten Fachvorträge zu Themen wie Gesundheitsmanagement, Betriebsübergabe, Resilienz und Gewaltprävention, boten Informationsabende mit Banken und Versicherern an, führten Betriebsbesichtigungen und Kulturveranstaltungen durch und nahmen an bundesweiten Formaten wie dem Bundeskongress und Bildungsreisen teil.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass der demografische Wandel die Mitgliedergewinnung erschwert: Viele Betriebe schließen altersbedingt, während Nachwuchs sowohl im Fachkräfte- als auch im Unternehmerinnenbereich fehlt.
Bundesebene und Digitalisierung im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Arbeit des Bundesverbands. Die zweite Vorsitzende Jutta Zimmer-Kappes informierte über den Jubiläumskongress „50 Jahre UFH“, der im Oktober 2026 in Thüringen stattfinden soll. Zudem verkündete sie die Rückkehr des Landesverbands Baden-Württemberg mit 23 Arbeitskreisen und über 1.000 Mitgliedsfrauen.
Als bedeutender Schritt für die digitale Verbandsarbeit wurde die neue UFH-App vorgestellt, die Ende 2025 eingeführt wurde. Sie ermöglicht eine zentrale Veranstaltungsverwaltung und erleichtert die Kommunikation mit Mitgliedern und Interessierten.
Austausch mit Fördermitgliedern
Im Gespräch mit den Fördermitgliedern standen Themen wie Sozialversicherung, betriebliche Gesundheitsvorsorge und die Unterstützung der Betriebe durch die Handwerkskammern im Mittelpunkt. Corinna Haas von der Inga GmbH gab praktische Hinweise zur Fachkräftegewinnung. Michelle Baudendistel von Handwerkweb referierte über den Einsatz von KI im Handwerk.
Ausblick auf kommende Jahre
Zum Abschluss gab es einen Ausblick auf weitere Veranstaltungen im laufenden Jahr sowie auf die nächste Landesverbandstagung der UnternehmerFrauen im Handwerk UFH , die im ersten Halbjahr 2027 geplant ist.
Unternehmerfrauen aus ganz Hessen, die sich informieren oder vernetzen möchten, können die UFH-App nutzen oder sich direkt an die Geschäftsstelle wenden:
Ruth Göbel
Bierstadter Straße 45, 65189 Wiesbaden
Telefon 0611 / 136219
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