Feuerwehreinsatz / Update

Airfryer setzt Küche in Brand – Wohnhaus in Biebrich nach Ostersonntag-Feuer unbewohnbar

Dramatischer Einsatz am Ostersonntagabend in Wiesbaden-Biebrich. Ein Heißluftfritteuse-Brand weitete sich zu einem Vollbrand aus. Eine Bewohnerin erlitt eine Rauchgasvergiftung, und das gesamte Haus ist nach dem Feuer vorerst nicht mehr bewohnbar.

Von: |Erschienen am: 6. April 2026 08:56|

Symbolfoto

Was als gemütlicher Ausklang der Osterfeiertage geplant war, endete am Sonntag um etwa  20:00 Uhr in einem Unglück. Die Feuerwehr Wiesbaden wurde zu einem gemeldeten Küchenbrand in die Bleichwiesenstraße nach Biebrich alarmiert. Schon beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte schlugen die Flammen hoch – die Küche im Erdgeschoss stand bereits in Vollbrand.

Eine Verletzte und massive Rauchentwicklung

Eine Bewohnerin konnte sich glücklicherweise noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr eigenständig ins Freie retten. Sie atmete jedoch giftigen Brandrauch ein und erlitt eine Rauchgasintoxikation. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort wurde sie zur weiteren Behandlung in eine Wiesbadener Klinik transportiert. Zwei weitere Bewohner des Hauses hatten Glück im Unglück.  Sie waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause und blieben unverletzt.

Großeinsatz der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr

Die starke Rauchentwicklung breitete sich rasch vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss aus. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor und konnten das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Freiwilligen Wehren Stadtmitte und Biebrich im Einsatz, um das Gebäude anschließend mit Hochleistungslüftern vom dichten Qualm zu befreien.

Schock-Diagnose: Haus vorerst unbewohnbar

Trotz des schnellen Löscherfolgs sind die Schäden durch Ruß und Hitze so massiv, dass beide Wohnungen derzeit nicht mehr bewohnbar sind. Während eine Bewohnerin bei Bekannten unterkam, musste für einen weiteren Bewohner durch die Seelsorge in Notfällen eine Notunterkunft organisiert werden. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet und die Einsatzstelle wurde zur weiteren Untersuchung an die Polizei übergeben.

Brandursache: Der Airfryer im Fokus

Ersten Erkenntnissen zufolge gilt ein Airfryer (Heißluftfritteuse) als Auslöser des Brandes. Ob ein technischer Defekt oder eine unsachgemäße Nutzung vorlag, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Auch die genaue Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest, dürfte sich jedoch im hohen fünfstelligen Bereich bewegen.

Wichtige Sicherheitshinweise Ihrer Feuerwehr:

Die Feuerwehr nutzt diesen Vorfall, um erneut vor den Gefahren elektrischer Küchengeräte zu warnen:

  • Betreiben Sie Airfryer und Co. nur auf hitzebeständigen Unterlagen.

  • Halten Sie ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien (z.B. Gardinen oder Küchenrollen).

  • Lassen Sie solche Geräte niemals unbeaufsichtigt in Betrieb.

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