Politischer Protest

Banner in luftiger Höhe: JuLis prangern Einschränkungen am Karfreitag an

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hoch über dem Boden haben die Jungen Liberalen Hessen am Karfreitag in Wiesbaden auf ein Thema aufmerksam gemacht, das viele kaum kennen: die Vielzahl an Verboten, die in Hessen an diesem Tag gelten. Die Aktivisten wollen damit zeigen, wie weitreichend die staatlichen Vorgaben noch immer sind und warum sie aus ihrer Sicht nicht mehr in die heutige Zeit passen.

Von: |Erschienen am: 4. April 2026 08:51|

Fotos: Junge Liberale Hessen

Mit einem spektakulären Protest in unmittelbarer Nähe des Hessischen Landtags haben die Jungen Liberalen Hessen am Karfreitag die aus ihrer Sicht überzogenen Feiertagsregelungen in den Fokus gerückt.

Von einer Arbeitsbühne aus entrollten die Aktivisten zwei großformatige Banner: eines listete 100 verbotene Aktivitäten auf, das andere zeigte die wenigen erlaubten Handlungen. Der deutliche Größenunterschied sollte die aus Sicht der JuLis bestehende Unverhältnismäßigkeit der gesetzlichen Vorgaben veranschaulichen.

Kritik an staatlichen Eingriffen

„Unsere Aktion macht sichtbar, wie weit der Staat an Karfreitag noch immer in das Leben der Menschen hineinregiert. Ein staatlich verordnetes Trauern passt nicht in einen säkularen, liberalen Staat.“, erklärt der Landesvorsitzende Ajeet Ahmad.

Viele Menschen wüssten gar nicht, wie umfangreich die Verbote tatsächlich seien. Genau darauf wollten die JuLis aufmerksam machen.

Feiertagsrecht aus Sicht der JuLis überholt

Nach Auffassung der Jungen Liberalen steht das hessische Feiertagsgesetz stellvertretend für ein Staatsverständnis, das nicht mehr in die heutige Zeit passe.

Die Einschränkungen beträfen nicht nur das bekannte Tanzverbot, sondern auch Veranstaltungen, Sportangebote, Versammlungen und Filmvorführungen. Für die JuLis sind diese Vorgaben Ausdruck eines überholten Eingriffs in die persönliche Freiheit.

Freiheit statt pauschaler Vorgaben

„Ein liberaler Rechtsstaat sollte nicht entscheiden, wie Menschen einen einzelnen Tag emotional, kulturell oder gesellschaftlich zu verbringen haben“, so Ahmad weiter. Der Karfreitag könne für viele ein stiller und bedeutender Tag sein, doch daraus dürften keine pauschalen Verbote für alle Bürger folgen.

Ahmad betont zudem: „Ein moderner Staat muss unterschiedliche Lebensentwürfe aushalten, auch an Feiertagen. Respekt entsteht durch Freiheit und gegenseitige Rücksichtnahme – nicht durch staatliche Verbote.“

Forderung nach Reform des Feiertagsgesetzes

Für die Jungen Liberalen ist klar, dass das Hessische Feiertagsgesetz mit den enthaltenen Feiertagsverboten grundlegend überarbeitet werden müsse. Vor allem das Tanzverbot und weitere pauschale Einschränkungen seien aus ihrer Sicht nicht mehr zeitgemäß und stünden im Widerspruch zu einem freiheitlichen Staatsverständnis.

Die JuLis Hessen sprechen sich daher bei ihrer Protestaktion am Karfreitag in Wiesbaden für die Abschaffung der übermäßigen Feiertagsbeschränkungen aus.

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