Kriminalität
Warnung vor Trickdieben in Wiesbaden: Falsche Prüfer und die „Umarmungs-Masche“ erfolgreich
In Wiesbaden häufen sich derzeit hinterhältige Trickdiebstähle. Falsche Rauchmelder-Prüfer verschafften sich Zutritt zur Wohnung einer Seniorin und ein Mann wurde im Keller seines Hauses bestohlen. Die Polizei fahndet nach den Tätern und gibt dringende Verhaltenstipps.
Symbolfoto: Polizei-Beratung
Im Wiesbadener Stadtgebiet kam es in den vergangenen Tagen zu mehreren dreisten Trickdiebstählen, bei denen Kriminelle die Gutgläubigkeit von Senioren schamlos ausnutzten. Die Maschen variieren dabei von angeblichen Handwerkern bis hin zu körperlicher Annäherung unter einem Vorwand.
Falsche Rauchmelder-Prüfer erbeuten Goldschmuck
Am Montagnachmittag, 30. März, gegen 15:10 Uhr, sprachen zwei Männer eine Seniorin in der Prießnitzstraße im Stadtteil Biebirch direkt vor ihrer Wohnungstür an. Die Unbekannten gaben vor, die Rauchmelder in der Wohnung kontrollieren zu müssen. Nichtsahnend ließ die Frau die Männer ein.
Während einer der Täter die Wiesbadenerin geschickt in ein Gespräch verwickelte und ablenkte, durchsuchte sein Komplize unbemerkt die Wohnräume. Das Duo erbeutete wertvollen Goldschmuck und flüchtete unerkannt. Die Tat wurde erst bemerkt, als die Diebe bereits verschwunden waren.
Täterbeschreibung: Beide männlich, etwa 30 Jahre alt, circa 1,85 Meter groß. Westeuropäisches Erscheinungsbild, kurze dunkle bzw. dunkelbraune Haare. Einer der Männer hat ein auffallend rundes Gesicht. Beide trugen dunkle Kleidung.
Die miese „Umarmungs-Masche“ im Keller
Ein weiterer Fall ereignete sich am Mittwochmittag gegen 12:50 Uhr in der Hochheimer Straße in Kostheim. Dort lockte eine unbekannte Frau einen Senior unter einem Vorwand in den Keller eines Mehrfamilienhauses.
In einer scheinbar freundschaftlichen Geste umarmte die Täterin den Mann plötzlich. Was der Senior erst später bemerkte, während der Umarmung entwendete die Frau unbemerkt seine Goldkette vom Hals und flüchtete anschließend in unbekannte Richtung.
Täterbeschreibung: Weiblich, 25 bis 30 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und dunkle Haare. Die Frau trug dunkle Kleidung mit auffälligen weißen Punkten.
Polizei warnt – Gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit!
Die Polizei Wiesbaden nimmt diese Vorfälle zum Anlass, die Bevölkerung erneut zu sensibilisieren. „Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung, die Sie nicht selbst angefordert haben“, so die eindringliche Warnung der Beamten.
Wichtige Tipps zum Schutz:
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Hinterfragen: Handwerker oder Prüfer kündigen sich in der Regel über die Hausverwaltung an. Fragen Sie bei Zweifel dort oder beim Hausmeister nach.
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Abstand halten: Seien Sie misstrauisch, wenn Fremde Sie auf der Straße oder im Hausflur ansprechen und körperliche Nähe suchen (z.B. durch Umarmungen oder das Zeigen von Stadtplänen).
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Tür zu: Nutzen Sie Türketten oder Sperrbügel und lassen Sie Fremde vor der Tür warten, während Sie Rücksprache halten.
Zeugen gesucht
Die Ermittler bitten Personen, die in der Prießnitzstraße oder der Hochheimer Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 0611 / 345-0 zu melden. Jeder Hinweis kann helfen, die Täter zu fassen.
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