Volksfest
Weltneuheit am Autoscooter auf dem Frühlingsfest – Doch wo feiert Wiesbaden künftig?
Spektakuläre Premiere im Doppelpack. Der Wiesbadener Schausteller Werner Laux präsentiert eine technische Weltneuheit auf dem Autoscooter-Markt. Während die 24 nagelneuen "Milano“-Flitzer puren Stolz auslösen, wächst die Sorge um die Zukunft der Traditionsveranstaltung. Nach diesem Jahr ist an der Mainzer Straße Schluss – rückt die Salzbachaue nun in den Fokus?
Fotos: Wiesbadenaktuell, Laux
In der Schaustellerbranche ist Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt. Werner Laux, 1. Vorsitzender des Wiesbadener Schaustellerverbandes, setzt deshalb ein deutliches Zeichen für die Zukunft. Nach über drei Jahren Planung mit dem italienischen Weltmarktführer Bertazzon investiert der Betrieb 170.000 Euro in 24 fabrikneue Chaisen (kleinen, mobilen Sitzwagen bei Autoscootern, Geisterbahnen oder Karussells auf Jahrmärkten). Es ist eine Investition in die Attraktivität der Wiesbadener Feste – doch genau deren Zukunft steht aktuell auf der Kippe.
Inklusion und High-Tech – Der „Milano“ erobert Hessen
Die neuen Fahrzeuge des Modells „Milano“ lösen die treuen Vorgänger nach über 20 Jahren ab. Dabei setzt Laux auf eine Vielfalt, die es so in Hessen noch nicht gegeben hat. Ob im Ferrari-, Lamborghini- oder Jeep-Style, als New York Taxi, im Mexico-Look oder als klassische Kirmes-Hommage – das Design in Verbindung mit brillanter Lichttechnik setzt neue Maßstäbe.

Besonders beeindruckend: Das Thema Inklusion wurde direkt mit eingeplant. Zwei Fahrzeuge im „New York Taxi“-Style wurden speziell modifiziert. Sie verfügen über Sicherheits-Überrollbügel und können wahlweise per Fuß- oder Handpedal beschleunigt werden. Damit ermöglicht Laux auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein autonomes und sicheres Fahrerlebnis. Zudem sind alle 24 Chaisen in der Lage, uneingeschränkt rückwärts zu fahren.
Wo landet das Frühlingsfest 2027?
Doch während die Technik glänzt, trübt die Standortfrage die Stimmung. Das traditionelle Frühlingsfest, das seit über 40 Jahren zum Wiesbadener Festkalender gehört, findet in diesem Jahr letztmalig auf dem Gelände des ehemaligen real-Marktes in der Mainzer Straße statt. Ab 2027 ist die Zukunft der Veranstaltung ungewiss.
„Wir brauchen eine zukunftsorientierte Strategie für unsere Volksfeste“, betont Werner Laux. Ein Favorit der Schausteller ist weiterhin die Salzbachaue. Der dortige Parkplatz am Hauptbahnhof bietet eine citynahe Lage und die nötige Infrastruktur, um die Tradition des Frühlingsfestes am Leben zu erhalten. Mit dem aktuellen 170.000-Euro-Investment untermauern die Schausteller ihren Willen, den Bürgern modernste Attraktionen zu bieten – nun ist die Politik am Zug, eine dauerhafte und gute Lösung zu präsentieren.
Premiere in Idstein – Heimspiel in Wiesbaden nach Ostern
Wer die neue Flotte als Erster testen möchte, hat dazu beim Wiesbadener Frühlingsfest vom 10. bis 13. April in der Mainzer Straße die Gelegenheit. Es ist eine der weltweit ersten Präsentationen dieses Modells.
Es wird die Abschiedsvorstellung an diesem Standort sein – und hoffentlich der Startschuss für eine neue Ära an einem neuen Platz in der Landeshauptstadt.
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Lange war unklar, ob Wiesbaden auch in diesem Jahr in den Frühling feiern kann. Nun steht fest: Das Fest bekommt erneut […]

