Kommunalwahlen 2026
Nordost hat gewählt: CDU triumphiert souverän – Grüne behaupten sich als zweite Kraft
Klare Verhältnisse im Wiesbadener Nordosten. Die CDU hat bei der Ortsbeiratswahl 2026 ihre Vormachtstellung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Während die Union weit enteilt ist, konnten die Grünen ihren Status als wichtigste Gegenkraft vor der SPD festigen. Auch die FDP und Die Linke sichern sich wichtige Mandate im 15-köpfigen Gremium.
Foto: WA, Grafik: Amt für Statistik und Stadtforschung
Die Auszählung im einwohnerstärksten der innerstädtischen Bezirke ist abgeschlossen. Seit Montagnachmittag, 16. März, um 17:11 Uhr liegt das amtliche Endergebnis für den Ortsbezirk Wiesbaden-Nordost vor. In einem Stadtteil, der traditionell eine hohe politische Teilhabe aufweist, lag die Wahlbeteiligung bei starken 57,3 %. Von den 17.673 Wahlberechtigten machten 10.127 Personen von ihrem Stimmrecht Gebrauch und vergaben dabei insgesamt 144.111 gültige Einzelstimmen.
Union einsam an der Spitze
Die CDU ist der unangefochtene Wahlsieger im Nordosten. Mit 38,6 % (55.605 Stimmen) konnte die Partei ihr Revier erfolgreich verteidigen. Auf den weiteren Plätzen gab es ein klares Ranking:
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CDU: 38,6 %
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GRÜNE: 23,0 % (33.190 Stimmen)
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SPD: 18,0 % (25.930 Stimmen)
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FDP: 11,4 % (16.478 Stimmen)
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DIE LINKE: 6,7 % (9.710 Stimmen)
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FWG: 2,2 % (3.198 Stimmen)
Besonders hervorzuheben ist das Ergebnis der FDP, die im Nordosten zweistellig abschneidet und damit deutlich über ihrem stadtweiten Durchschnitt liegt. Die Grünen konnten sich derweil klar von der SPD absetzen.
Die neue Sitzverteilung – CDU stellt starke Fraktion
Im Ortsbeirat Nordost werden insgesamt 15 Sitze vergeben. Basierend auf dem amtlichen Endergebnis ergibt sich folgende Verteilung der Mandate:
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CDU: 6 Sitze
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GRÜNE: 3 Sitze
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SPD: 3 Sitze
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FDP: 2 Sitze
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DIE LINKE: 1 Sitz
(Die FWG geht bei der Verteilung der 15 Sitze aufgrund der prozentualen Hürde leer aus).
Mit sechs von 15 Sitzen stellt die CDU die mit Abstand größte Fraktion. Da für eine absolute Mehrheit im Rat acht Stimmen nötig sind, wird die CDU künftig Partner suchen müssen. Rechnerisch wäre eine bürgerliche Zusammenarbeit mit der FDP (gemeinsam 8 Sitze) die naheliegendste Option, um eine stabile Mehrheit im Stadtteilparlament zu bilden.
Themen für den Nordost-Bezirk
Der neu gewählte Ortsbeirat steht vor großen Aufgaben: Die Parkplatznot in den dicht besiedelten Wohngebieten, die Sanierung der Infrastruktur und der Erhalt der Grünflächen in den nobleren Lagen des Bezirks werden die Agenda der kommenden fünf Jahre prägen. Die Bürger haben ein Gremium gewählt, das trotz der klaren CDU-Stärke eine breite Vielfalt an politischen Strömungen widerspiegelt.


| Wahlberechtigte | 17.673 | |
| Wähler/-innen | 10.127 | 57,3 % |
| Ungültige Stimmzettel | 312 | 3,1 % |
| Gültige Stimmen | 144.111 |
Gewählte Kandidat/innen
| Partei | Kandidat/in | Mandat | Stimmen |
|---|---|---|---|
| CDU | Dahlen, Marc | Personenwahl | 4.990 |
| CDU | Baumstark, Theo | Personenwahl | 4.296 |
| CDU | Neumann, Armin | Personenwahl | 4.184 |
| CDU | Cardoso-Przepiorka, Christina | Personenwahl | 4.105 |
| CDU | Majer, Susanne | Personenwahl | 3.984 |
| CDU | Rabel, Max | Personenwahl | 3.700 |
| SPD | Vahl, Jutta | Personenwahl | 3.888 |
| SPD | Künne, Johannes | Personenwahl | 3.331 |
| SPD | Steinbrück, Jörg | Personenwahl | 1.929 |
| GRÜNE | Dr. Brehm, Uta | Personenwahl | 3.025 |
| GRÜNE | Greulich, Anja | Personenwahl | 2.719 |
| GRÜNE | Dr. Weigel, Thomas | Personenwahl | 2.674 |
| FDP | Diers, Christian | Personenwahl | 2.658 |
| FDP | Enders, Sophia | Personenwahl | 1.505 |
| DIE LINKE | Sand, Krystina | Personenwahl | 2.204 |
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