Kommunalwahlen 2026
Kostheim hat gewählt: SPD behauptet sich als stärkste Kraft – AUF AKK und FWG gewinnen an Boden
Im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim ist die Auszählung der Ortsbeiratswahl 2026 abgeschlossen. Das amtliche Endergebnis zeigt ein differenziertes Bild. Während die SPD ihre Spitzenposition verteidigen kann, sorgen die Wählergemeinschaften AUF AKK und FWG für eine Verschiebung der Machtverhältnisse.
Foto: WA, Grafik: Amt für Statistik und Stadtforschung
Alle 12 Wahlbezirke im Wiesbadener Stadtteil Kostheim sind seit Montagnachmittag, 16. März, ausgezählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 40,9 % machten 4.281 der insgesamt 10.455 Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Dass die Kostheimer fleißig von den Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens Gebrauch machten, zeigt die beachtliche Summe von 59.869 gültigen Einzelstimmen.
SPD vorn, AUF AKK folgt dicht auf
Die SPD konnte in Kostheim ihre Rolle als stärkste politische Kraft behaupten und erzielte 28,0 % (16.749 Stimmen). Doch der Vorsprung auf die Verfolger ist geschrumpft. Die Wählergemeinschaft AUF AKK landete mit 26,5 % (15.873 Stimmen) nur knapp hinter den Sozialdemokraten auf dem zweiten Platz.
Die weiteren Ergebnisse im Detail:
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CDU: 22,2 % (13.299 Stimmen)
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FWG: 15,9 % (9.513 Stimmen)
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FDP: 7,4 % (4.435 Stimmen)
Besonders das starke Abschneiden der FWG (Freie Wählergemeinschaft) sorgt für frischen Wind im Ortsbeirat und zeigt, dass lokale, parteiunabhängige Themen bei den Kostheimern hoch im Kurs stehen.
Die neue Sitzverteilung – Keine Mehrheit ohne Partner
Im Kostheimer Ortsbeirat wurden insgesamt 15 Sitze vergeben. Das Wahlergebnis führt zu folgender Mandatsverteilung:
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SPD: 4 Sitze
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AUF AKK: 4 Sitze
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CDU: 3 Sitze
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FWG: 3 Sitze
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FDP: 1 Sitz
Dieses Ergebnis macht deutlich: Im künftigen Gremium gibt es keine klaren Dominanzen mehr. Mit jeweils vier Sitzen für SPD und AUF AKK sowie jeweils drei Sitzen für CDU und FWG ist der Ortsbeirat extrem ausgeglichen besetzt. Für wichtige Entscheidungen – etwa zur Umgestaltung des Mainufers, zur Verkehrssituation oder zur Förderung der Vereine – werden wechselnde Mehrheiten oder breite parteiübergreifende Bündnisse notwendig sein.
Ausblick: Kooperation für Kostheim
Der neu gewählte Ortsbeirat steht vor der Herausforderung, trotz der zersplitterten Sitzverteilung handlungsfähig zu bleiben. Die Bürger haben ein Gremium gewählt, das Vielfalt widerspiegelt und die Fraktionen zur verstärkten Zusammenarbeit zwingt. In den kommenden fünf Jahren wird es darauf ankommen, tragfähige Kompromisse für die Weiterentwicklung des Stadtteils an Main und Rhein zu finden.


| Wahlberechtigte | 10.455 | |
| Wähler/-innen | 4.281 | 40,9 % |
| Ungültige Stimmzettel | 200 | 4,7 % |
| Gültige Stimmen | 59.869 |
| Partei | Kandidat/in | Mandat | Stimmen |
|---|---|---|---|
| CDU | Dötsch, Hans | Personenwahl | 2.768 |
| CDU | Hollmann, Christina | Personenwahl | 1.945 |
| CDU | Niemand, Jasmin | Personenwahl | 1.886 |
| SPD | Gleissner, Achim | Personenwahl | 2.430 |
| SPD | Henz, Klaus | Personenwahl | 2.216 |
| SPD | Ulrich, David | Personenwahl | 2.107 |
| SPD | Günther, Timm | Personenwahl | 2.015 |
| FDP | Pietsch, Andreas | Personenwahl | 1.088 |
| AUF AKK | Mück-Raab, Marion | Personenwahl | 1.878 |
| AUF AKK | Pfefferkorn, Philipp | Personenwahl | 1.374 |
| AUF AKK | Spyra, Antje | Personenwahl | 1.194 |
| AUF AKK | Coigné, Mechthilde | Personenwahl | 1.113 |
| FWG | Zeitler, Nadia | Personenwahl | 2.005 |
| FWG | Zeitler, Siegfried | Personenwahl | 1.864 |
| FWG | Metz, Claudia | Personenwahl | 1.847 |
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