Jubiläumsfeier / Fotstrecke
Prominente Gäste in Wiesbaden: Bundeskanzler würdigt Arbeit des BKA
Im Wiesbadener Kurhaus kam in dieser Woche politische Prominenz zusammen, um ein besonderes Jubiläum zu feiern. Während die Sicherheitslage sichtbar präsent war, blieb die Stimmung in der Innenstadt überraschend ruhig. Welche Botschaften Bundeskanzler, Innenminister und BKA-Präsident setzten, und welche Akzente für die Zukunft der Behörde wichtig wurden, zeigt ein Blick auf den Festakt.
Fotos: BKA / privat
Im Wiesbadener Kurhaus ist am Donnerstag, 12. März, das 75‑jährige Bestehen des Bundeskriminalamtes gefeiert worden.
Zu den geladenen Gästen, die BKA‑Präsident Holger Münch begrüßte, zählten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sowie Wiesbadens Oberbürgermeister Gerd‑Uwe Mende (SPD).
Anreise und Sicherheitslage
Bundeskanzler Merz war zuvor am Flughafen Frankfurt gelandet und reiste anschließend über die A3 und A66 nach Wiesbaden, wo er über die Paulinenstraße in die Innenstadt einfuhr. Die deutlich wahrnehmbare Polizeipräsenz ging mit einer insgesamt gelassenen Stimmung einher.
Straßensperrungen waren nicht notwendig, und nur wenige Interessierte verfolgten die Ankunft der Delegationen. Vor dem Kurhaus versammelte sich zudem eine kleine Gruppe von rund 30 bis 40 Demonstranten aus dem linken Spektrum. Ansonsten herrschte weitgehend Normalität.
Rückblick und Ausblick des BKA
Der Festakt „75 Jahre Bundeskriminalamt“ begann mit Filmmusik aus dem Hollywood- Actionklassiker „Top Gun“ und setzte damit einen markanten Akzent zum Auftakt des Jubiläums. BKA‑Präsident Holger Münch würdigte die Entwicklung der Behörde und erinnerte an deren zentrale Aufgaben, darunter die Bekämpfung von Cyber‑, Wirtschafts‑ und Drogenkriminalität.
Er betonte, dass moderne Kriminalität zunehmend im digitalen Raum stattfinde und daher neue Technologien, internationale Kooperation und weitere Anpassungen der Sicherheitsbehörden notwendig seien.
Würdigung durch den Bundeskanzler
Bundeskanzler Merz hob in seiner Rede die Bedeutung des BKA hervor und bezeichnete die Behörde als „tragenden Pfeiler der Sicherheit in Deutschland“. Die Fähigkeiten des Amtes seien über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich an neue Bedrohungslagen angepasst worden.
Zugleich kritisierte Merz erneut die Migrationspolitik früherer Bundesregierungen und erklärte, der Ausbau des BKA sei auch eine Reaktion darauf gewesen. „Er ist auch eine Reaktion auf, und der Versuch einer Reparatur politischer Entscheidungen im Inneren. Namentlich, dass wir viel zu lange ungesteuerte, irreguläre Migration zugelassen haben.“
Reformpläne des Innenministeriums
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte in seiner Ansprache: „Es braucht Sicherheitsbehörden, die zukünftig mehr können und mehr dürfen, personell, technisch, rechtlich.“
Geplant ist unter anderem, dem BKA künftig weitergehende Befugnisse bei der Abwehr von Cyberangriffen zu geben. Dazu sollen Maßnahmen gehören, mit denen Datenverkehr blockiert, Systeme stillgelegt oder in schweren Fällen Daten gelöscht oder verändert werden können.
Ein Festakt mit Symbolkraft
Wiesbadens Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende hob in seine Rede zum 75-jährigen Jubiläum des BKA die enge Verbindung zwischen Wiesbaden und dem BKA hervor und betonte dessen Bedeutung für Sicherheit, Demokratie und die Stadtgesellschaft.
Gleichzeitig unterstrich er im Wiesbadener Kurhaus, wie wichtig der geplante Neubau im Ostfeld für die langfristige Zukunft des BKA‑Standorts und moderne Arbeitsbedingungen sei.
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