Festjahr
BKA-Jubiläumsfestakt im Kurhaus mit Bundeskanzler Merz
Zum 75. Jubiläum des Bundeskriminalamts kommen am heutigen Donnerstag hochrangige Gäste im Wiesbadener Kurhaus zusammen, unter ihnen Bundeskanzler Merz. Die Behörde blickt auf bewegte Jahrzehnte zurück. Zwischen historischer Einordnung, neuen technologischen Möglichkeiten und globalen sicherheitspolitischen Herausforderungen zeichnet sich ein Bild davon ab, wie sich Deutschlands zentrale Ermittlungsbehörde für die kommenden Jahre aufstellt und welche Entwicklungen dabei besonderes Gewicht erhalten. Welche Signale sendet die Politik an diesem Tag und was bedeuten sie für die Zukunft der Sicherheitsbehörde?
Fotos: BKA
Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden begeht in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 1951 hat sich die Institution zu einem zentralen Bestandteil der deutschen Sicherheitsarchitektur entwickelt und ihre Aufgaben kontinuierlich an neue gesellschaftliche und technische Entwicklungen angepasst.
Die Spannbreite reicht von der Bekämpfung politisch motivierter Kriminalität und Organisierter Kriminalität bis hin zur Abwehr internationaler Terror- und Cyberbedrohungen.
Festakt in Wiesbaden
Der offizielle Auftakt zum Jubiläumsjahr findet am Donnerstag, 12. März, im Kurhaus Wiesbaden statt. Das Programm beginnt am Nachmittag um 15:00 Uhr und endet mit einem Stehempfang gegen 17:30 Uhr.
Vorgesehen sind Redebeiträge von Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und BKA-Präsident Holger Münch. Das Jubiläum steht unter dem Motto „Sicherheit, Verantwortung, Innovation. 75 Jahre BKA: Gemeinsam das Richtige machen“.
Würdigung der Arbeit
BKA-Präsident Holger Münch betont anlässlich des Jubiläums die Bedeutung der Behörde: „75 Jahre Bundeskriminalamt stehen für Professionalität, Innovationskraft und enge Zusammenarbeit im nationalen wie internationalen Sicherheitsverbund. Unsere Arbeit hat sich mit den gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen verändert – unser Auftrag bleibt derselbe: die Demokratie und die Menschen in Deutschland zu schützen und so dazu beizutragen, dass Deutschland ein sicherer Ort bleibt.“
Weiter erklärt Münch: „Die mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BKA aus über 70 unterschiedlichen Berufen arbeiten jeden Tag mit großem Engagement und hoher Professionalität daran, Kriminalität zu bekämpfen und Gefahren abzuwehren – im Inland und Ausland, analog und digital, strategisch und operativ.“
Von den Anfängen bis heute
Das BKA wurde 1951 als Zentralstelle der deutschen Polizei gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern zu koordinieren. Zu den frühen Aufgaben gehörte auch der Schutz staatlicher Repräsentanten, zunächst durch die kleine „Sicherungsgruppe Bonn“.
In den 1970er-Jahren spielte das Amt eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Terrorismus der Rote-Armee-Fraktion und entwickelte neue Ermittlungs- und Fahndungsmethoden.
Technischer Fortschritt und internationale Vernetzung
Mit der Einführung des Fahndungs- und Informationssystems INPOL im Jahr 1972 setzte das BKA früh auf digitale Vernetzung und analytische Verfahren. Die internationale Zusammenarbeit wurde kontinuierlich ausgebaut.
In den 1980er-Jahren entsandte das Amt erstmals einen Verbindungsbeamten nach Thailand, um dem wachsenden Rauschgifthandel zu begegnen. Heute arbeitet das BKA eng mit Partnerbehörden weltweit sowie mit europäischen und internationalen Polizeiorganisationen zusammen.
Neue Bedrohungen im digitalen Zeitalter
Seit den 2000er-Jahren stehen insbesondere internationaler Terrorismus, Cyberkriminalität und digitale Ermittlungsarbeit im Mittelpunkt.
Das BKA hat spezialisierte Einheiten aufgebaut und technische Fähigkeiten erweitert, um komplexe Angriffe und große Datenmengen analysieren zu können. Auch Spionage, Sabotage und politisch motivierte Kriminalität rücken zunehmend in den Fokus.
Analyse und Forschung
Neben operativen Aufgaben erstellt das BKA Statistiken und Lagebilder, die Entwicklungen und Trends im Bereich der Kriminalität sichtbar machen. Dazu gehören die Polizeiliche Kriminalstatistik sowie Lagebilder zu Phänomenen wie Cybercrime oder Rauschgiftkriminalität.
Ergänzend veröffentlicht das Amt Forschungsberichte und Studien, darunter Dunkelfeldbefragungen.
Blick nach vorn
Zum 75. Jubiläum richtet das BKA in Wiesbaden den Blick nicht nur zurück, sondern auch auf die kommenden Herausforderungen. Die Behörde setzt auf moderne Technologien, eine leistungsfähige IT-Infrastruktur und KI-basierte Anwendungen, um Kriminalität im digitalen Zeitalter wirksam begegnen zu können.
Ziel ist es, innovative und rechtssichere Lösungen für aktuelle und zukünftige Bedrohungen bereitzustellen. Weitere Informationen zum Jubiläum sowie zur Geschichte und Arbeit des Bundeskriminalamtes sind unter www.bka.de/75Jahre abrufbar.
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