Regionale Störung

Stromausfall legt Schierstein lahm: Verdacht auf Fremdverschulden

Ein normaler Dienstagabend in Wiesbaden-Schierstein bis plötzlich die Lichter ausgehen. Die Störung entwickelte sich rasch zu einem großflächigen Ausfall, der Geschäfte, Fitnessstudios und tausende Haushalte traf. Während erste Bereiche schnell wieder ans Netz kamen, rückte jetzt die Frage in den Mittelpunkt: Was hat ein Erdkabel rund um die Trafostation beschädigt?

Von: |Erschienen am: 10. März 2026 20:48|

Fotos: privat

Ein Stromausfall sorgte in Wiesbaden-Schierstein am Dienstagabend für weitreichende Ausfälle. Der Zwischenfall begann um 17:52 Uhr und betraf zunächst den gesamten Stadtteil.

Störung sofort in der Netzzentrale erkannt

Nach Angaben von ESWE Versorgung wurde der Ausfall in der Netzzentrale sofort registriert. Von dort aus konnten umgehend Umschaltmaßnahmen eingeleitet werden, um einzelne Bereiche möglichst schnell wieder ans Stromnetz anzuschließen.

Ausgangspunkt der Störung war nach bisherigen Erkenntnissen der Bereich um die Haupt-Trafostation in der Saarstraße. Schierstein wird über insgesamt 58 Teilstationen versorgt, von denen jede etwa 200 Haushalte beliefert. Demnach waren ca. 12.000 Haushalte betroffen.

Geschäfte und Fitnessstudio im Dunkeln

Der Blackout traf viele Menschen mitten in ihrem gewohnten Ablauf. In Fitnessstudios, Supermärkten sowie in zahlreichen großflächigen Geschäften rund um das Äppelallee-Center und die Hagenauer Straße standen Kunden und Mitarbeiter längere Zeit im Dunkeln. Viele Geschäfte wurden geräumt und vorrübergehend oder sogar vorzeitig geschlossen.

Neben der Stromversorgung waren zeitweise auch Mobilfunk und Internet eingeschränkt, da einzelne Funkmasten nicht mehr ausreichend mit Energie versorgt werden konnten.

Versorgung schrittweise wiederhergestellt

Durch die eingeleiteten Umschaltungen konnten nach und nach die Schiersteine Gebiete wieder mit Strom versorgt werden. Gegen 19:16 Uhr waren große Teile des Stadtteils wieder ans Netz angeschlossen.

Verdacht auf Fremdverschulden

Inzwischen gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Störung durch Fremdverschulden verursacht wurde. Nach ersten Einschätzungen könnte ein Erdkabel in der Umgebung der Trafostation durchtrennt worden sein.

Teams von ESWE Versorgung sind weiterhin im Einsatz. Mit speziellen Messgeräten versuchen sie, die genaue Schadensstelle zu lokalisieren und anschließend zu klären, wie es zu der Beschädigung kommen konnte.

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