Unfall
Dramatische Rettungsaktion in Dotzheim – Mann spießt sich an Sportplatzzaun auf
Ein Mann ist am frühen Samstagmorgen beim Überklettern eines Zauns an einer Sportanlage in Wiesbaden-Dotzheim verunglückt. Er bohrte sich eine Metallstrebe tief in den Oberschenkel und hing kopfüber fest. Erst Stunden später entdeckten Joggerinnen den schwer verletzten und stark unterkühlten Mann.
Symbolfoto
Es sind Szenen wie aus einem Albtraum, die sich in der Nacht zum Samstag, 7. März, auf der Sportanlage in der Willi-Werner-Straße im Wiesbadener Stadtteil Dotzheim abgespielt haben müssen. Um 07:49 Uhr wurde die Wiesbadener Feuerwehr mit dem Stichwort §Tragehilfe groß“ alarmiert – vor Ort bot sich den Rettern jedoch ein weitaus dramatischeres Bild.
Kopfüber am Zaun gefangen
Ein Mann hatte offenbar versucht, den Gittermattenzaun des Sportplatzes unweit der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) zu übersteigen. Dabei geschah das Unglück. Er blieb hängen und eine Metallstrebe des Zauns bohrte sich etwa 15 bis 20 Zentimeter tief in seinen Oberschenkel.
Der Verunglückte schaffte es nicht, sich aus eigener Kraft zu befreien, und hing fortan kopfüber am Zaun fest. Aufgrund der massiven Unterkühlung der Person gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass der Unfall bereits Stunden zuvor in der Nacht passiert sein muss.
Joggerinnen werden zu Lebensretterinnen
Dass der Mann lebend gefunden wurde, ist zwei Joggerinnen zu verdanken. Als sie am Morgen die Sportanlage betraten, bemerkten sie die hilflose Person und setzten sofort den Notruf ab. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann zwar ansprechbar, befand sich jedoch bereits in einem kritischen Zustand aufgrund der nächtlichen Kälte.
Komplizierte technische Rettung
Die Feuerwehr rückte mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug an. Um den Patienten so schonend wie möglich zu befreien, mussten die Einsatzkräfte Millimeterarbeit leisten. Der Mann wurde zunächst auf einem sogenannten Spineboard (Rückenbrett) gesichert. Mit einem Bolzenschneider schnitten die Wehrleute das Zaunstück großflächig rund um die Einstichstelle heraus.
Als der Mann befreit war wurde der mitsamt dem im Bein verbliebenen Metallstück an den Rettungsdienst übergeben. Dies ist notwendig, um unkontrollierte Blutungen vor einer Operation im Krankenhaus zu verhindern.
Einlieferung in die Schockraum der HSK
Nach der weiteren Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Schwerverletzte in die nahegelegene Notaufnahme der HSK gebracht. Neben der Feuerwehr waren ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie eine Streife der Wiesbadener Polizei im Einsatz. Nach rund einer Stunde konnte der technische Einsatz beendet werden.
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