Bürgerdialog

Wiesbaden macht Beteiligung mobil und alltagsnah

Neue Wege in der Bürgerbeteiligung: Ein mobiles Lastenrad soll künftig direkt in den Wiesbadener Stadtteilen für Austausch sorgen. Das Zukunftswerk und die Stabsstelle mitWIrken wollen damit Menschen erreichen, die bisher selten an Beteiligungsformaten teilnehmen. Wie das neue Angebot funktioniert und wo es erstmals zum Einsatz kommt wurde jetzt veröffentlicht.

Von: |Erschienen am: 6. März 2026 14:01|

Foto: Stadt Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden erweitert seine Formate der Bürgerbeteiligung um ein neues, mobiles Angebot. Ein Lastenrad, das künftig gemeinsam vom Zukunftswerk und der Stabsstelle mitWIrken eingesetzt wird, soll den direkten Austausch mit Bürgern in allen Stadtteilen erleichtern.

Ziel ist es, Gespräche dort zu ermöglichen, wo Menschen ihren Alltag verbringen, und Anregungen unmittelbar aufzunehmen.

Beteiligung vor Ort und ohne Hürden

Mit dem neuen Lastenrad wird das Zukunftswerk erstmals mobil unterwegs sein. Gleichzeitig ergänzt die Stabsstelle mitWIrken ihr bestehendes Angebot um ein niedrigschwelliges Instrument, das Information, Dialog und Mitgestaltung im öffentlichen Raum ermöglicht.

Das Rad kann flexibel bei Veranstaltungen, auf Märkten, in Stadtteilen oder bei spontanen Aktionen eingesetzt werden. Auch andere Fachbereiche der Stadtverwaltung sollen es für eigene Beteiligungs- und Informationsformate nutzen können.

Stimmen aus dem Rathaus

Oberbürgermeister Gert‑Uwe Mende (SPD) betont, dass erfolgreiche Öffentlichkeitsbeteiligung vom „mitbekommen, mitreden und mitmachen“ lebe. Das mobile Format schaffe ein zusätzliches Angebot für Austausch auf Augenhöhe. Er erklärte, man wolle frühzeitig informieren, zuhören und gemeinsam mit den Menschen in Wiesbaden an der Weiterentwicklung der Stadt arbeiten.

Auch Stadträtin Maral Koohestanian (VOLT), Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, sieht in dem Lastenrad einen wichtigen Schritt. Sie sagte, das Zukunftswerk werde damit erstmals stadtweit sichtbar. Beteiligung solle dorthin gebracht werden, wo die Menschen sind. Ideen, Rückmeldungen und Perspektiven aus der Stadtgesellschaft könnten so direkt in Projekte einfließen. Dies sei ein Beitrag zu einer offenen und kooperativen Stadtentwicklung.

Konzept mit Vorbildern

Das mobile Beteiligungsformat orientiert sich an erprobten Beispielen aus Kirchheim unter Teck sowie am CityLAB Berlin, mit dem das Zukunftswerk im Projekt „Stadtlabor2Go“ zusammenarbeitet. Die Idee eines mobilen Stadtlabors wurde an die Strukturen in Wiesbaden angepasst und in die bestehenden Formate integriert.

Im Mittelpunkt steht der Leitgedanke „mitbekommen, mitreden, mitmachen“. Bürgerinnen und Bürger sollen sich vor Ort informieren, Fragen stellen und eigene Anregungen einbringen können.

Symbol für moderne Verwaltung

Das Lastenrad dient nicht nur als Informationsstand, sondern auch als sichtbares Zeichen für eine dialogorientierte und moderne Verwaltung. Durch die flexible Nutzung kann die Stadtverwaltung schnell vor Ort präsent sein und Beteiligung alltagsnah gestalten.

Erster Einsatz beim Frühlingsmarkt

Die ersten Termine stehen bereits fest. Premiere feiert das mobile Format beim Frühlingsmarkt am Dienstag, 24. März, im ehemaligen SportScheck‑Gebäude. Zwischen 11:00 und 15:00 Uhr stehen dort Mitarbeitende des Zukunftswerks und der Stabsstelle mitWIrken für Gespräche bereit.

Künftige Einsatzorte, Termine und Themen werden über das städtische Beteiligungsportal wiesbadenwirkt.de angekündigt. Dort finden Interessierte zudem weitere Informationen zu laufenden Projekten und Beteiligungsmöglichkeiten.

Namenssuche läuft

Einen offiziellen Namen hat die neue Möglichkeit der Beteiligung mittels mobilem Lastenrad noch nicht. Über das Beteiligungsportal können Wiesbadener Bürger Vorschläge einreichen.

Auch beim ersten Einsatz am 24. März besteht die Möglichkeit, Namensideen direkt vor Ort mitzuteilen. Damit soll der Beteiligungsgedanke bereits beim Start des Projekts aktiv gelebt werden.

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