Sicherheit

Hessen übergibt zwölf neue Einsatzfahrzeuge an die Polizei

Mit einem Dutzend neuer Fahrzeuge möchte Hessen in dieser Woche in Wiesbaden ein deutliches Zeichen setzen: Die Polizei soll künftig noch flexibler, moderner und nachhaltiger unterwegs sein. Welche Rolle dabei ein Pilotprojekt mit vollelektrischen Streifenwagen spielt und warum die Ausstattung mehr ist als nur ein technisches Update erläuterte Innenminister Poseck bei der Übergabe.

Von: |Erschienen am: 5. März 2026 15:25|

Foto: HMdI

Innenminister Roman Poseck hat am Donnerstag, 05. März, beim Hessischen Polizeipräsidium für Technik in Wiesbaden zwölf neue Einsatzfahrzeuge an die hessischen Polizeipräsidien übergeben.

Mit der Übergabe setzt das Land seine Modernisierung der polizeilichen Ausstattung fort und stärkt die Einsatzfähigkeit der Beamtinnen und Beamten.

Neue Fahrzeuge für Hessens Polizei

Poseck hob bei der Übergabe die Bedeutung einer zeitgemäßen technischen Ausstattung hervor. „Eine moderne und leistungsfähige Polizei braucht einen ebenso zeitgemäßen Fuhrpark. Unsere Polizisten sind rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger im Einsatz – bei Verkehrsunfällen, bei Demonstrationen, bei Großveranstaltungen oder im täglichen Streifendienst.

Dafür benötigen sie Fahrzeuge, die technisch auf dem neuesten Stand sind, höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen und flexibel einsetzbar sind. Moderne Polizeifahrzeuge sind heute weit mehr als nur Transportmittel; sie sind mobile Arbeitsplätze und digitale Einsatzplattformen.“

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die neuen Fahrzeuge sollen unterschiedliche Anforderungen im Polizeialltag abdecken. Laut Poseck stehe die Übergabe exemplarisch für den Anspruch, die Polizei Hessen bestmöglich auszustatten. Die Bandbreite reicht von geländefähigen Streifenwagen über vollelektrische Fahrzeuge bis hin zu Gefangenentransportern.

„Mit dieser gezielten Modernisierung unseres Fuhrparks investieren wir nicht nur in neue Technik, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit der Polizei. Gleichzeitig steigern wir damit die Attraktivität des Polizeiberufs. Wer täglich Höchstleistung für unsere Gesellschaft erbringt, verdient modernste Arbeitsmittel und bestmögliche Rahmenbedingungen“, so der Innenminister.

Schwerpunkt Elektromobilität

Ein zentraler Baustein der Modernisierung ist die Elektrifizierung des Fuhrparks. Hessen setzt als eines der ersten Bundesländer im Rahmen eines Pilotprojekts fünf vollelektrische VW ID.7 Tourer als Standardstreifenwagen ein.

Ziel ist es zu prüfen, ob batterieelektrische Fahrzeuge bereits heute eine vollwertige Alternative zu herkömmlichen Streifenwagen darstellen. Gleichzeitig sollen Erfahrungen gesammelt werden, welche Chancen und Herausforderungen sich im täglichen Einsatz ergeben.

Standzeit gleich Ladezeit

Die Fahrzeuge werden überwiegend über die landeseigene Ladeinfrastruktur versorgt. Das Prinzip „Standzeit gleich Ladezeit“ soll sicherstellen, dass die Wagen nach Einsatzpausen wieder vollständig einsatzbereit sind.

Für besondere Situationen stehen zusätzlich Ladekarten für öffentliche Schnellladestationen zur Verfügung.

Wachsende E-Flotte

Der Fuhrpark der hessischen Polizei umfasst derzeit rund 4.000 Fahrzeuge. Mehr als 260 davon sind bereits elektrisch unterwegs, weitere rund 80 E-Fahrzeuge befinden sich im Zulauf.

Sie sollen künftig unter anderem als Logistikfahrzeuge oder zivile Streifenwagen eingesetzt werden. Der Anteil elektrischer Fahrzeuge soll in den kommenden Jahren weiter steigen.

Investitionen trotz Haushaltslage

Roman Poseck betonte, dass trotz angespannter Haushaltslage an den Investitionen in die Polizei in Hessen festgehalten werde. Die Modernisierung und Elektrifizierung der Fahrzeugflotte solle konsequent vorangetrieben werden.

Angesichts globaler Entwicklungen sei eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern langfristig wichtig. „Eine moderne Sicherheitsbehörde muss resilient, nachhaltig und technologisch gut aufgestellt sein.“

Fahrzeuge im Überblick

Insgesamt wurden zwölf Einsatzfahrzeuge in Wiesbden an die Flächenpräsidien übergeben:

  • Zwei geländefähige Funkstreifenwagen des Typs Skoda Kodiaq, die im Streifendienst, bei der Wasserschutzpolizei und im Objektschutz eingesetzt werden.
  • Fünf vollelektrische Funkstreifenwagen vom Typ Volkswagen ID.7, die im Rahmen des Pilotprojekts auf nahezu allen Dienststellen genutzt werden.
  • Fünf Gefangenentransportkraftwagen auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter für den Transport im Bereich des Polizeigewahrsams.

Die Fahrzeuge werden auf die Flächenpräsidien sowie das Polizeipräsidium für Einsatz verteilt und dort bedarfsgerecht eingesetzt.

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