Bestattungsvielfalt
Südfriedhof erweitert Möglichkeiten: Muslimische Ruhestätte entsteht
Auf dem Wiesbadener Südfriedhof ist ein Bereich entstanden, der auf besondere Bedürfnisse eingeht und damit eine Lücke schließt, die lange spürbar war. Was das neue muslimische Grabfeld auszeichnet, welche Möglichkeiten es eröffnet und warum es für viele Familien von Bedeutung ist, zeigen die Merkmale dieses neuen Angebots.
Archivfoto
Auf dem Südfriedhof ist im Abteil E35 ein neues muslimisches Grabfeld eingerichtet worden.
Insgesamt stehen dort 309 Grabstätten zur Verfügung. Sie verteilen sich auf 170 Erdwahlgräber, 63 Erdreihengräber und 76 Kinderreihengräber. Alle Gräber sind nach Mekka ausgerichtet, zudem besteht die Möglichkeit einer Tuchbestattung.
Reaktion auf steigende Nachfrage
„Mit diesem Angebot wird auf die gestiegene Nachfrage sowie auf die Bedürfnisse der muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger reagiert“, so die Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen). Die Stadt trägt damit einem wachsenden Bedarf an kultursensiblen Bestattungsformen Rechnung.
Regelungen zu Nutzungsrechten
Beim Erwerb einer Grabstätte gelten unterschiedliche Laufzeiten. Für Erdgräber beträgt das Nutzungsrecht 30 Jahre, für Kindergräber 15 Jahre.
Eine Verlängerung ist derzeit ausschließlich bei Erdwahlgräbern für Erwachsene möglich und mit Gebühren verbunden. Erdreihengräber und Kindergräber können aktuell nicht verlängert werden.
Ansprechpartner für Angehörige
Für Fragen rund um das neue muslimische Grabfeld sowie zu weiteren Bestattungsangeboten auf dem Südfriedhof stehen Mitarbeiter der Wiesbadener Friedhofsverwaltung zur Verfügung. Ansprechpartner sind Kathrin Stieb unter der Telefonnummer 0611 / 314192 und Martin Roß unter 0611 / 312915.
Weitere Informationen online
Ausführliche Hinweise zu den Friedhöfen in Wiesbaden, zur Bestattungskultur, zu Grabarten und Bestattungsformen sowie zum Serviceangebot der Abteilung Friedhofswesen finden sich unter www.friedhoefe-wiesbaden.de.
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