Ort der Würde
Frauensteins Trauerhalle kehrt modernisiert zurück
Monate lang blieb die Trauerhalle in Frauenstein geschlossen. Nun präsentiert sie sich völlig verändert. Hinter den frisch geöffneten Türen wartet ein Raum, der nicht nur technisch, sondern auch atmosphärisch neu gedacht wurde. Doch noch ist nicht alles abgeschlossen, und ein weiterer Baustein für die Zukunft steht bereits in den Startlöchern.
Foto: Stadt Wiesbaden
Nach rund einem halben Jahr Bauzeit steht die Trauerhalle auf dem Friedhof in Frauenstein wieder für Abschiedsfeiern zur Verfügung.
Die umfassende Sanierung im Innenbereich ist abgeschlossen, sodass der Raum ab sofort erneut genutzt werden kann.
Modernisierte Innenräume
Die Stadt hat die Halle technisch und gestalterisch grundlegend überarbeitet. Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) betont die Bedeutung des Projekts:
„Wir freuen uns sehr, dass der lange gehegte Wunsch des Ortsbeirats und vieler Frauensteiner Bürgerinnen und Bürger in Erfüllung geht.“ Die Innenräume erhielten neue Elektrik, eine moderne Heizungsanlage sowie ein Farb- und Lichtkonzept, das den Raum heller und würdevoller wirken lässt.
Verzögerungen durch Witterung
Der Bauablauf hatte sich durch Schadstofffunde und die winterliche Witterung verzögert. Arbeiten an Dach und Fassade sind daher noch nicht vollständig abgeschlossen, das Außengerüst bleibt vorerst stehen.
„Mit der Fertigstellung der Innenarbeiten kann die Halle jetzt wieder für Trauerfeiern genutzt werden,“ erklärt Hinninger. Die Trauerhalle dient regelmäßig auch als Ort für Beisetzungen im Bestattungswald Terra Levis.
Neue Ausstattung und energetische Verbesserungen
Neben der technischen Modernisierung wurde auch die Ausstattung erneuert. Neue, flexibel stellbare Stühle sollen den Gästen künftig mehr Komfort bieten.
Zudem erhielt das Gebäude im Rahmen der Sanierung eine neue Dacheindeckung mit Wärmedämmung sowie neue Fenster und Türen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen nach Abschluss aller Maßnahmen auf mehr als 430.000 Euro.
Urnenwand geplant
Um dem steigenden Bedarf an pflegefreien Bestattungsformen gerecht zu werden, plant die Stadt eine zusätzliche Urnenwand im Eingangsbereich der Halle.
„Um der steigenden Nachfrage nach pflegefreien Grabangeboten gerecht zu werden, haben wir uns entschieden, im Eingangsbereich der Trauerhalle in Frauenstein eine Urnenwand zu errichten“, erläutert Gabriele Wolter, Leiterin des Grünflächenamtes. Die Installation soll nach Abschluss der Außenarbeiten erfolgen und voraussichtlich im August freigegeben werden.
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