Innenstadtstillstand
Ver.di-Streik trifft hessischen Handel ins Mark
Am kommenden Wochenende ruft ver.di auch in Wiesbaden zu Streiks im Nahverkehr auf. Hessische Händler schlagen Alarm und fürchten massive Folgen für die Läden in den Innenstädten.
Archivfoto
Die Gewerkschaft ver.di plant für das kommende Wochenende erneute Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Aktionen sollen bundesweit stattfinden und treffen auch zahlreiche Städte und Gemeinden in Hessen wie Frankfurt und Wiesbaden.
Hessischer Handel zeigt sich alarmiert
Viele Händler im Land reagieren mit großer Sorge auf die angekündigten Streiks. Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen, warnt vor deutlichen Auswirkungen auf die Branche.
„Die Streiks sorgen dafür, dass der Handel in vielen hessischen Städten und Kommunen kaum von Kundinnen und Kunden aufgesucht werden kann, insbesondere am Wochenende, wenn ein großer Teil der Wochenumsätze stattfindet“, betont Ruths.
Arbeitnehmer auch betroffen
Nach Einschätzung des Verbands erschweren die Ausfälle durch den Streik im Nahverkehr nicht nur den Kunden den Weg in die Innenstädte Hessens. Auch Mitarbeiter seien betroffen, was die Situation zusätzlich verschärfe. Für den Handel komme dies in einer Phase schwacher Konsumstimmung und zahlreicher Geschäftsschließungen auch in Wiesbaden besonders ungelegen.
Appell an die Gewerkschaften
Ruths fordert eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und mahnt Augenmaß an. „Wir fordern von den ver.di am Verhandlungstisch nach Lösungen zu suchen und die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu wahren und nicht die Wettbewerbsfähigkeit des hessischen Handels zu gefährden“, sagt Ruths abschließend.
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