Wissenschaftstalente
Junge Ideen, große Bühne: Jugend forscht begeistert im Industriepark Wiesbaden
Im Industriepark Wiesbaden trafen sich am vergangenen Wochnende junge Tüftler, um ihre Ideen einem kritischen Publikum zu präsentieren und zeigten dabei, wie viel Innovationskraft in der nächsten Generation steckt. Hinter den Kulissen wurde nicht nur geforscht, sondern auch leidenschaftlich diskutiert, bewertet und vernetzt. Welche Projekte überzeugten, wer besondere Anerkennung erhielt und warum der Wettbewerb für den Standort eine besondere Rolle spielt, entfaltet sich im weiteren Verlauf.
Fotos: InfraServ Wiesbaden
Ein breites Spektrum junger Forschungsideen stand im Mittelpunkt des Jugend forscht Regionalwettbewerbs Hessen West, der am Samstag, 21. Februar, erneut im Industriepark Wiesbaden stattfand.
InfraServ Wiesbaden richtete den Wettbewerb bereits zum dreizehnten Mal als Patenunternehmen aus. Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten 93 Teilnehmende insgesamt 47 Projekte aus sieben Fachgebieten, von Biologie über Technik bis hin zu Mathe/Informatik. Während die Jury tagte, nutzten Besucher und Medien die Gelegenheit, sich an den Ständen über die Arbeiten der Nachwuchsforscher zu informieren.
Wissensdurst und Mut zur Innovation
In ihrer Ansprache würdigte Wiesbadens Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) die Kreativität und Ausdauer der jungen Talente. „Alte Wege zu verlassen und Neues zu denken braucht nicht nur Mut und Kreativität. Ebenso wichtig sind Durchhaltevermögen und Disziplin. Denn nur wer Dinge immer wieder hinterfragt, kann nachhaltige Lösungen entwickeln. Das ist heute wichtiger denn je für unsere Gesellschaft!“
Sie dankte allen Beteiligten und hob die Bedeutung eines unterstützenden Umfelds hervor: „Um innovative Ideen umzusetzen, braucht es ein verlässliches Umfeld, das unterstützend zur Seite steht und wertvolle Impulse setzt.“
Engagement und Erfolge im Industriepark
Auch Alexander Achatz, Leiter des InfraServ Wiesbaden Bildungszentrums, zeigte sich beeindruckt vom Niveau der eingereichten Projekte. „Die jungen Talente haben mit Scharfsinn und Neugier vielfältige Perspektiven eingebracht und dadurch neue Ideen und Lösungen entwickelt. Es ist beeindruckend, wie interessiert und lösungsorientiert sie an die Themen herangegangen sind.
Ich habe heute spannende Projekte mit viel Potenzial gesehen und inspirierende Gespräche geführt. Maximale Perspektive – das Motto des Wettbewerbs war in jedem Projekt verankert. Hier haben junge Menschen bewiesen, dass sie echten Innovationsgeist mitbringen.“
Über 1.000 Teilnehmer
Achatz betonte zudem die Bedeutung des Wettbewerbs für den Standort: „Durch die langjährige Patenschaft konnten wir in den vergangenen Jahren schon über 1.000 Teilnehmende begrüßen, die sich in mehr als 500 innovativen Projekten engagiert haben.“
Auch 2026 war der Wettbewerb erneut der größte seiner Art in Hessen. „Besonders stolz sind wir darauf, dass aus diesem Wettbewerb bereits zwei Landessieger und sogar ein Bundessieger hervorgegangen sind. Das sind außergewöhnliche Erfolge und zeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Nachwuchsförderung sind.“
Auszeichnungen und Qualifikationen
Die Erstplatzierten der Kategorie „Jugend forscht“ qualifizierten sich für den Landeswettbewerb in Darmstadt, während die Sieger von „Jugend forscht junior“ in Kassel antreten werden. Im Rahmen der Sonderpreise verlieh Mario Herberich vom Bildungszentrum den „Kalle-Albert-Preis für Nachwuchsforschung“.
In der Alterssparte „Jugend forscht“ wurden Doron Antal und Jakob Hollingshaus vom Gymnasium Eltville für ihr Projekt „ThermoH2“ ausgezeichnet. In der Junior-Sparte überzeugten Esra Nur Varan, Raghed und Rawan Rayes Ali mit ihrem Projekt „Pure Air Fresh“ im Fachgebiet Arbeitswelt. Eine vollständige Liste der Gewinner kann hier eingesehen werden.
Ausbildungschancen im Industriepark
Das Bildungszentrum von InfraServ Wiesbaden bietet jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten für eine praxisnahe Ausbildung und unterstützt Studierende mit Praxisplätzen in unterschiedlichen Fachrichtungen.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs im Industriepark Wiesbaden gehören zu jener Gruppe junger Menschen, die für die Innovationskraft und den Fachkräftenachwuchs der Region besonders wichtig sind.
Vernetzung über den Wettbewerb hinaus
Mit dem „ISW Jugend forscht Alumni“-Netzwerk schafft InfraServ Wiesbaden eine Plattform für Innovation, die über den Wettbewerb hinausreicht. Ehemalige Teilnehmer können dort ihre Ideen weiterentwickeln, Einblicke in industrielle Arbeitswelten gewinnen und sich mit Fachleuten austauschen.
Alexander Achatz betonte: „Wir möchten junge Talente nicht nur während des Wettbewerbs begleiten, sondern ihnen auch darüber hinaus Möglichkeiten bieten, ihre Ideen voranzutreiben.“
Weitere Informationen:
- ISW-Bildungszentrum: www.bizka.de
- Jugend forscht: www.jugend-forscht.de
- Infomagazin zum Regionalwettbewerb 2026
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