Kriminalität
Übergriff in der eigenen Wohnung – Falscher Handwerker attackiert Seniorin
Feiger Überfall im Wiesbadener Stadtteil Kostheim am Mittwochvormittag. Unter dem Vorwand, die Beleuchtung kontrollieren zu wollen, verschaffte sich ein Unbekannter Zutritt zu der Wohnung einer älteren Frau. Kaum in den Räumen, ging der Täter die Bewohnerin gewaltsam an.
Symbolfoto: Canva
Ein vermeintlicher Handwerkerbesuch endete für eine Bewohnerin im Wiesbadener Ortsteil Mainz-Kostheim am Mittwoch, 18. Februar, in einem Albtraum. Gegen 10:45 Uhr klingelte ein unbekannter Mann an der Wohnungstür im Galsicweg. Mit der Behauptung, er müsse die Lampen in der Wohnung überprüfen, erschlich er sich das Vertrauen der Frau.
Gewaltanwendung nach Zutritt
Nachdem die Bewohnerin den Mann arglos in die Wohnung gelassen hatte, zeigte dieser sein wahres Gesicht. Während er vorgab, sich umzusehen, griff er die Frau plötzlich unvermittelt an. Der Täter versuchte, ihr mit Gewalt die Halskette vom Hals zu reißen.
Doch der Räuber hatte nicht mit der Gegenwehr oder der Standhaftigkeit des Opfers gerechnet. Da es ihm nicht gelang, den Schmuck zu entwenden, brach er sein Vorhaben ab und flüchtete ohne Beute aus dem Gebäude in unbekannte Richtung.
Täterbeschreibung der Polizei
Die Wiesbadener Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der flüchtige Mann wird wie folgt beschrieben: Circa 165 cm groß und „südländisch“ Erscheinungsbild. Er war komplett dunkel gekleidet.
Zeugen, die im Bereich des Galsicwegs verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0611 / 345-0 zu melden.
Die Polizei warnt – Skepsis ist keine Unhöflichkeit!
Dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall. Die Polizei Wiesbaden nimmt den aktuellen Übergriff zum Anlass, um erneut eindringlich vor der Masche der „falschen Handwerker“ zu warnen.
Beachten Sie folgende Regeln zu Ihrem Schutz:
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Kein Zutritt für Unbekannte: Lassen Sie niemals Handwerker in die Wohnung, die Sie nicht selbst bestellt haben oder die nicht von der Hausverwaltung schriftlich angekündigt wurden.
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Nachfragen schützt: Bei angeblichen Notfällen (z.B. Wasserrohrbruch) lassen Sie die Person vor der verschlossenen Tür warten und halten Sie Rücksprache mit dem Hausmeister, der Hausverwaltung oder den Stadtwerken.
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Sicherheitskette nutzen: Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrbügel oder schauen Sie zuerst durch den Spion.
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Mut zur Abweisung: Ein echter Handwerker wird immer Verständnis haben, wenn Sie seine Identität erst prüfen wollen.
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