Bilanz
Fastnachtssonntag in Wiesbaden: Zwischen Jubel-Trubel und Rettungseinsätzen – Feuerwehr befreit Eingeklemmten aus Toilette
77 Jahre Wiesbadener Fastnachtszug – ein Jubiläum der Superlative! Während 180 Zugnummern die Innenstadt in eine riesige Partymeile verwandelten, hielten über 110 Retter im Hintergrund die Stellung. Die Bilanz fällt positiv aus, auch wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz der besonders skurrilen Art ausrücken musste. In einem Lokal wurde eine Toilettenwand zum Gefängnis.
Daniel Becker
Die hessische Landeshauptstadt bebte am Sonntag ab 12:11 Uhr schlängelte sich der traditionelle Fastnachtszug mit insgesamt 180 Nummern durch die Straßen. Damit die Sicherheit der feiernden Massen gewährleistet war, arbeiteten die Brand- und Katastrophenschützer sowie der Rettungsdienst in Wiesbaden Hand in Hand. Insgesamt verlief der Tag aus Sicht der Behörden ruhig und geordnet.
Großaufgebot der Hilfsorganisationen entlang der Zugstrecke
Um für medizinische Notfälle gerüstet zu sein, waren rund 111 Einsatzkräfte der Wiesbadener Hilfsorganisationen (ASB, DRK, Johanniter, Malteser und Ambulance Wiesbaden) im Dienst. Entlang des gesamten Zugweges wurden zehn zusätzliche Rettungswagen stationiert.
Des Weiteren sorgten vier mobile Erstversorgungsteams dafür, dass bei kleineren Verletzungen oder Kreislaufproblemen sofort Hilfe vor Ort war, ohne dass die Rettungsgassen befahren werden mussten. Das Herzstück der medizinischen Versorgung bildete die Unfallhilfsstelle am Warmen Damm, die von der „Leitstelle Fasching“ des DRK koordiniert wurde.
Die Bilanz des Rettungsdienstes
Bis 19:00 Uhr wurden durch die „Leitstelle Fasching“ insgesamt 34 Einsätze für Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatz disponiert. Die vier Erstversorgungsteams führten entlang des Zugweges 25 Hilfeleistungen durch. In der Unfallhilfsstelle am Warmen Damm wurden 30 Personen medizinisch versorgt. Insgesamt bewegte sich das Niveau der medizinischen Hilfeleistungen damit in einem ähnlichen Bereich wie in den Vorjahren.
Kurioser Feuerwehreinsatz – Rettung mit der Säge in der Bärenstraße
Auch die Feuerwehr Wiesbaden war mit einem Führungsstab auf der Feuerwache 1 am Kurt-Schumacher-Ring und Verbindungsbeamten vor Ort präsent. Während das allgemeine Einsatzgeschehen ruhig blieb, mussten die Brandschützer zu zwei Hilfeleistungen im direkten Veranstaltungsbereich ausrücken.
Ein Einsatz am Rathaus wegen eines steckengebliebenen Aufzugs erledigte sich von selbst, da die Personen vor Eintreffen der Wehr befreit waren. Deutlich aufwendiger gestaltete sich jedoch ein Vorfall in einem Lokal in der Bärenstraße. Dort war ein stark alkoholisierter Mann in einer Toilettenkabine in eine missliche Lage geraten. Er war zwischen dem Boden und der Trennwand eingeklemmt und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien. Die Feuerwehr musste schweres Gerät auffahren. Mit einer Säge wurde ein Teil der Trennwand entfernt, um den Mann zu retten. Er blieb glücklicherweise unverletzt und konnte in die Obhut seiner Familie übergeben werden.
Ein Fazit der Sicherheit
Sowohl die Feuerwehr als auch die Rettungsdienste zeigen sich zufrieden mit dem Verlauf des Großereignisses. Die intensiven Vorbereitungen haben gegriffen, und die Kooperation zwischen den verschiedenen Organisationen funktionierte reibungslos. Wiesbaden hat bewiesen, dass es nicht nur groß feiern, sondern dabei auch die Sicherheit seiner Bürger und Gäste professionell garantieren kann.
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