Forschungsimpulse

Realtests für neue Verkehrsmesstechnik in Wiesbaden gestartet

Mitten an der Biebricher Allee nimmt ein Verkehrsprojekt Fahrt auf. Ein Wiesbadener Spezialunternehmen testet dort erstmals neue Messtechnologien direkt im laufenden Verkehr, ohne Überwachung, ohne Bußgelder, aber mit einem klaren Ziel.

Von: |Erschienen am: 13. Februar 2026 18:21|

Fotos: Vitronic GmbH

Die Firma VITRONIC, einem international führenden Anbieter und Marktführer in der Verkehrsmesstechnik, hat in Wiesbaden einen neuen Teststandort für Verkehrsmesstechnik eröffnet und damit sein Engagement am Wirtschafts- und Forschungsstandort weiter ausgebaut. Die Anlage an der Biebricher Allee Ecke Gibberstraße soll dazu dienen, neue Technologien unter realen Bedingungen zu erproben, innovative Systeme weiterzuentwickeln und langfristig zur Vision Zero beizutragen.

Die Ergebnisse sollen langfristig auch der Stadtpolizei zugutekommen, etwa durch moderne Blitzeranlagen, die bereits heute im Einsatz sind. Gemeinsam mit Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Bündnis 90/Die Grünen) nahm Geschäftsführer Daniel Scholz-Stein den Standort offiziell in Betrieb. Ziel der Arbeiten ist es,

Praxisnahe Tests im Stadtverkehr

Auf dem Gelände werden künftig verschiedene Konzeptmodelle und Prototypen getestet, die auf unterschiedlichen technologischen Ansätzen basieren. Das aktuell installierte Setup umfasst ein weiterentwickeltes Konzeptmodell, das direkt im fließenden Verkehr erprobt wird.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Optimierung bestehender Lösungen einfließen, etwa moderner Systeme zur Verkehrsüberwachung.

Forschung ohne Überwachung

Der Standort ist ausschließlich für Forschungs- und Entwicklungszwecke vorgesehen. Eine Ahndung von Ordnungswidrigkeiten findet nicht statt. Für die Analyse des Verkehrsflusses werden technische Messdaten erhoben, jedoch ohne Fahrerbilder oder gezielte Kennzeichenerfassung.

Personenbezogene Daten entstehen nicht, ein Austausch mit Dritten erfolgt nicht. Sämtliche Daten werden innerhalb von 72 Stunden gelöscht.

Signal für den Standort Wiesbaden

Für VITRONIC hat der neue Teststandort auch eine strategische Bedeutung. Das Unternehmen sieht darin ein klares Bekenntnis zu Wiesbaden als Wirtschafts- und Forschungsstandort. „Wir sind dankbar, diesen Teststandort hier in Wiesbaden betreiben zu können. Die Nähe zu unseren Entwicklungsabteilungen verschafft uns einen echten Heimvorteil“, sagt Daniel Scholz-Stein, Geschäftsführer von VITRONIC.

„Gemeinsam mit der Stadt verfolgen wir ein klares Ziel: die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Unsere Forschung zahlt auf die Vision Zero ein – also auf das langfristige Ziel, Verkehrsunfälle mit schweren oder tödlichen Folgen zu vermeiden. Dass wir diese Innovationen hier am Heimatstandort entwickeln können, ist für uns ein starkes Signal.“

Kooperation erhöht Verkehrssicherheit

Auch Verkehrsdezernent Andreas Kowol hebt die Bedeutung des Projekts hervor: „Wenn Unternehmen wie VITRONIC Forschung und Entwicklung bewusst in Wiesbaden verankern, stärkt das unseren Standort nachhaltig.

Der neue Teststandort zeigt, wie Wirtschaft und Kommune konstruktiv zusammenarbeiten können. Innovative Technologien, die Verkehrssicherheit erhöhen und moderne Mobilität unterstützen, sind ein Gewinn für unsere Stadt Wiesbaden.“

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