Auszeichnung

Preis der Literaturhäuser 2026 geht an engagierte Autorin Lena Gorelik

Hohe Ehre für eine starke Stimme der Gegenwartsliteratur. Lena Gorelik wird mit dem renommierten Preis der Literaturhäuser 2026 ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit nicht nur ihr literarisches Werk, sondern auch ihren unermüdlichen Einsatz für den gesellschaftlichen Dialog. Im April kommt die Preisträgerin zur Lesung in die Wiesbadener Villa Clementine.

Von: |Erschienen am: 11. Februar 2026 18:54|

Symbolfoto

Das Netzwerk der Literaturhäuser, dem auch das Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden angehört, hat eine Entscheidung getroffen: Lena Gorelik erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis der Literaturhäuser 2026. Die 1981 in St. Petersburg geborene Autorin, die 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland kam, gilt als eine der profiliertesten Beobachterinnen unserer Zeit.

Literatur als Werkzeug für Dialog und Menschlichkeit

Die Auszeichnung ehrt Gorelik als eine Autorin, die über den Tellerrand der reinen Fiktion hinausblickt. Mit Essays für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit sowie als Mitherausgeberin des Werks „Trotzdem sprechen“ setzt sie wichtige Impulse gegen Hass, Hetze und Rechtspopulismus.

Besonders gewürdigt wurde ihr Bestreben, nach den Ereignissen des 7. Oktober 2023 im Dialog zu bleiben und für Menschlichkeit zu plädieren. Die Programmleiter des Netzwerks betonten, dass Gorelik den „einmaligen Charakter von Literaturveranstaltungen“ durch ihre Präsenz und ihren kritischen Austausch maßgeblich prägt.

Von den „Weißen Nächten“ bis zum neuen Roman 2026

Goreliks literarische Karriere ist von Erfolgen gekrönt:

  • Debüt: „Meine weißen Nächte“ (2004) war ihre Entdeckung.

  • Durchbruch: „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) brachte ihr eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis ein.

  • Aktuell: Im Frühjahr 2026 erscheint ihr neuester Roman „Alle meine Mütter“ (Rowohlt Verlag), der bereits mit Spannung erwartet wird.

Ihre Liste an Auszeichnungen ist lang und umfasst unter anderem den Friedrich-Hölderlin-Preis sowie den Heinrich-Mann-Preis 2024. Mit dem Preis der Literaturhäuser reiht sie sich nun in eine Riege namhafter Preisträger wie Ingo Schulze oder Sasha Marianna Salzmann ein.

Preis-Lesung in der Villa Clementine Wiesbaden

Für Wiesbadener Literaturfreunde gibt es ein besonderes Highlight: Lena Gorelik wird im Rahmen ihrer Preisträger-Tournee Halt in der Landeshauptstadt machen. In der historischen Villa Clementine stellt sie ihren neuen Roman „Alle meine Mütter“ vor und spricht über ihr Wirken.

  • Wann: Montag, 20. April 2026

  • Beginn: 19:30 Uhr

  • Wo: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, 65189 Wiesbaden

  • Moderation: Shirin Sojitrawalla (DLF / taz)

Der Abend verspricht einen differenzierten und lebendigen Austausch, für den die Autorin weit über die Grenzen der Literaturszene hinaus geschätzt wird. Karten und weitere Informationen sind über die Website des Literaturhauses erhältlich.

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