Richtig handeln

Feiern mit Verantwortung: DRK gibt Tipps zu Fastnacht

In der ausgelassenen Fastnachtszeit steigt auch in Wiesbaden nicht nur die Stimmung, sondern auch das Risiko, dass etwas aus dem Ruder läuft. Das Deutsche Rote Kreuz erklärt, worauf es im Notfall wirklich ankommt und warum besonnene Entscheidungen oft von großer Bedeutung sind. Das DRK erläutert, wie man im Ernstfall richtig reagiert und warum die 112 mehr ist als nur eine Nummer.

Von: |Erschienen am: 10. Februar 2026 10:12|

Symbolfoto KI-generiert

In Hessen beginnt die heiße Phase der Fastnacht, und vielerorts wird ausgelassen gefeiert.

Die Rettungsdienste des Deutschen Roten Kreuzes bereiten sich auf diese Zeit vor und stehen rund um die Uhr bereit, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Tipps zum sicheren Feiern

Anlässlich des europaweiten Tags des Notrufs am 11. Februar erinnert das DRK daran, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol und ein wachsames Miteinander sind. Dazu gehört, alkoholische Getränke bewusst zu konsumieren, regelmäßig Wasser zu trinken und betrunkene Personen nicht allein zu lassen.

Wer unsicher ist, sollte die Reaktionsfähigkeit prüfen, indem man die Person anspricht oder leicht an der Schulter rüttelt. Bei Bewusstlosigkeit gilt: sofort die 112 wählen, Atmung kontrollieren, die Person in die stabile Seitenlage bringen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beobachten. Fehlt die Atmung oder wirkt sie unregelmäßig, muss unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden.

Ruhig bleiben im Notfall

In den Leitstellen arbeiten speziell geschulte Fachkräfte, die Anrufende durch die Situation führen. Entscheidend ist, ruhig zu bleiben und die Fragen der Leitstelle vollständig zu beantworten. Während früher die bekannten W‑Fragen im Mittelpunkt standen, setzt das DRK heute stärker darauf, dass sich Anrufende Schritt für Schritt leiten lassen.

„Zunächst wird der Notfallort geklärt, damit Hilfe sofort auf den Weg geschickt werden kann, anschließend folgen Fragen zum Sachverhalt und zum Zustand der betroffenen Person“ sagt Sarah Völker, Referentin für Erste Hilfe vom DRK Hessen.

Bedeutung der 112

DRK-Landespräsident Norbert Södler unterstreicht die Rolle der Rettungsdienste in der Faschingszeit: „Unsere Rettungsdienste leisten auch in der Hochphase des Faschings ihren unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Hessen und Wiesbaden. Wer die Notrufnummer 112 kennt und richtig handelt, kann im Ernstfall entscheidend zur Lebensrettung beitragen.“

Die Notrufnummer 112 ist in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten jederzeit erreichbar und kostenlos. Sie funktioniert sowohl über Festnetz als auch über Mobiltelefone. In Deutschland kann ein Notruf sogar dann abgesetzt werden, wenn das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist, da automatisch ein fremdes Netz genutzt wird. Auch in einigen Ländern außerhalb der EU, darunter die Schweiz und Südafrika, ist die 112 erreichbar.

Einsätze im Minutentakt

Der DRK-Rettungsdienst in Hessen war im Jahr 2024 stark gefordert. Mehr als 80 Einsätze und Krankentransporte pro Stunde wurden bewältigt. Insgesamt summierten sich 709.133 Einsätze auf über 23 Millionen gefahrene Kilometer.

Landesweit gibt es 217 Rettungswachen, von denen täglich 601 Fahrzeuge ausrücken. Rund 3.918 Mitarbeitende arbeiten im hessischen Rettungsdienst des DRK.

Struktur des DRK in Hessen

Das Rote Kreuz in Hessen ist in 35 Kreisverbände und 403 Ortsvereine gegliedert. Die Gemeinschaften Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie das Jugendrotkreuz bilden die organisatorischen Säulen.

Insgesamt gibt es 322 Bereitschaften, 164.821 Fördermitglieder und 17.988 aktive Helferinnen und Helfer. Dazu kommen 5.031 Jugendrotkreuzmitglieder in 260 Gruppen. Hauptamtlich engagieren sich 9.841 Menschen im DRK Hessen.

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