Wohnpolitik

Mietwucher-App der Linken geht in Wiesbaden an den Start

In Wiesbaden wird ein neues digitales Werkzeug vorgestellt, das Mietern helfen soll, überzogene Preise sichtbar zu machen. Die Linke setzt damit auf ein Instrument, das mehr sein könnte als nur ein Rechenhelfer, denn wer es nutzt, bringt die Stadt direkt in Zugzwang. Welche Wirkung das Tool entfalten kann zeigt ein Blick auf die Einführung.

Von: |Erschienen am: 6. Februar 2026 21:37|

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Die Linke Wiesbaden hat ein Online-Tool vorgestellt, das Mietern helfen soll, überzogene Mietpreise zu erkennen und zu melden. Mit der Einführung der sogenannten Mietwucher-App reagiert der Kreisverband auf die anhaltende Diskussion um steigende Wohnkosten in der Landeshauptstadt.

Mietwucher-Appstartet in Wiesbaden

„Die Mieten steigen überall im Land – auch in Wiesbaden. Es ist wichtig, dass etwas Wirksames dagegen unternommen wird, denn von Landes- und Bundesebene ist nichts dagegen zu erwarten“, erklärt der Kreisvorsitzende Jona Löbcke.

„Damit endlich etwas passiert, führen wir nun die Mietwucher-App in Wiesbaden ein, denn Die Linke redet nicht nur, sie handelt auch.“

Wie das Tool funktioniert

Die Anwendung basiert auf dem qualifizierten Mietspiegel der Stadt Wiesbaden. Nutzer geben die relevanten Daten ihrer Wohnung ein und erhalten anschließend eine Einschätzung, ob der Mietpreis eine Ordnungswidrigkeit nach §5 Wirtschaftsstrafgesetzbuch oder sogar einen Straftatbestand nach §219 Strafgesetzbuch darstellen könnte.

Stadt bei Meldung unter Zugzwang

Entscheiden sich Bürger, die automatisch generierte Nachricht an das Amt für Soziale Arbeit weiterzuleiten, ist die Stadt verpflichtet, den Hinweisen nachzugehen.

Nach Angaben der Linken soll das Tool Vermieter stärker in die Verantwortung nehmen und Betroffenen eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, sich gegen überhöhte Forderungen zu wehren.

Politische Einordnung

Die Linke Wiesbaden sieht die Einführung des Online-Tools als Teil ihres Engagements für soziale Gerechtigkeit im Wohnungsmarkt. „Die Linke setzt sich konsequent für eine Verbesserung der Menschen ein. Und mit der Mietwucher-App sind wir ganz nah an der Lebensrealität der Menschen, die sich so gegen zu hohe Mieten wehren können“, so Löbcke.

Ziel des Kreisverbands ist es, das Thema Mietpreisüberschreitungen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und gleichzeitig ein praktisches Hilfsmittel bereitzustellen, das unmittelbar genutzt werden kann.

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