Gemeindeleben
St. Birgid zeigt in Bierstadt was in ihr steckt
Wenn sich in Wiesbaden-Bierstadt ein ganzes Kirchspiel auf den Weg macht, entsteht eine Atmosphäre, die man nicht planen kann, nur erleben. Beim Namenstag der heiligen Birgid trafen Musik, Gemeinschaft und ein überraschender Blick in die Geschichte in aufeinander. Aus einem Gottesdienst wurde ein Moment, der die Menschen bewegte und ein Lächeln wurde zum Symbol.
Foto: St. Birgid
„Was für ein schönes Fest“ freute sich eine Bierstadterin angesichts des Trubels und der fröhlichen Gesichter im Gemeindesaal.
„Und der Gottesdienst war auch sehr beeindruckend“, setzte sie mit Nachdruck noch dazu. Die Resonanz spiegelte wider, wie viele Menschen an diesem Tag den Weg nach St. Birgid gefunden hatten.
Großer Andrang beim Gottesdienst
Der Gottesdienst zum Namenstag der heiligen Birgid war außergewöhnlich gut besucht. Fast alle Plätze in der Pfarrkirche waren belegt, einige Besucher standen oder verfolgten die Feier über die Übertragung im großen Saal. Aus sämtlichen Kirchorten waren Gemeindemitglieder zusammengekommen, um gemeinsam zu feiern.
Ein beeindruckendes Bild bot sich durch die 62 Ministranten, die den Gottesdienst begleiteten. Pfarrer Frank Schindling zeigte sich sichtlich bewegt: „So viele hatten wir noch nie“, stellte er strahlend fest.
Musikalische Vielfalt
Für die musikalische Gestaltung sorgten die Jugendband BON sowie die Kirchenchöre der verschiedenen Kirchorte. Die Bandbreite reichte von schwungvollen bis hin zu festlichen Stücken, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war.
Ein Blick auf die heilige Birgid
In seiner Predigt widmete sich Pfarrer Schindling der irischen Nationalheiligen Birgid, deren Wirken auch zur Namensgebung des Ortes Bierstadt beigetragen hat. Er berichtete von seinen Recherchen: „Sie war bekannt für ihre Güte, sie war eine große Missionarin, sie war mutig und entschlossen und sie trat für ihren Glauben ein, aber sie feierte offenbar auch gerne“, schilderte Frank Schindling.
„Mit nur einem Fass Bier soll sie 18 Gemeinden ‚ausreichend versorgt haben‘ und für die außerhalb der Gesellschaft lebenden Leprakranken soll sie einen ganzen See in Bier verwandelt haben.“ Dass Birgid als Patronin des Bieres gilt, überraschte daher kaum. Ebenso ist sie Patronin der Flüchtenden, die sie mit offenen Armen aufnahm.
Aktion „St. Birgid zeigt Gesicht“
Von dort leitete Schindling zur neuen Gemeindekampagne über: „Wie sie genau ausgesehen hat, wissen wir nicht – aber wir als St. Birgid können Gesicht zeigen.“ Zwischen Ostern und Pfingsten sollen an allen Wiesbadener Kirchorten große Banner hängen, auf denen zahlreiche Gemeindemitglieder Gesicht zeigen und damit verdeutlichen, dass „wir alle“ Kirche und St. Birgid sind.
Die Aktion soll die Vielfalt der Gemeinde sichtbar machen und betonen, dass Kirche viel zu bieten hat und christliche Werte weiterhin Bedeutung für die Gesellschaft haben. „Man darf uns anmerken, dass wir etwas zu sagen haben, auch gegen die, die gegen alles sind. Zeigen, dass unser Optimismus mehr Kraft hat und dass Vielfalt tatsächlich unsere Stärke ist“, gab Schindling im Gottesdinst zum St. Birgid Namenstag der Gemeinde mit auf den Weg.
Große Beteiligung beim Fotografieren
Wer wollte, konnte sich direkt vor Ort für die Banneraktion fotografieren lassen. Das Angebot wurde rege genutzt, dafür genügte ein Lächeln und ein kurzer Klick. Auch beim anschließenden Gemeindefest nutzten viele die Gelegenheit, sich ablichten zu lassen.
Fröhlicher Ausklang im Gemeindesaal
Beim Fest nach dem herrschte eine gelöste und herzliche Atmosphäre in Bierstadt. Zwischen Suppe, Kaffee, Getränken und vielen Gesprächen mit den Tischnachbarn zeigte sich ein lebendiges Miteinander. Fröhliche Gesichter und gute Stimmung prägten den gesamten Nachmittag im Gemeindesaal von St. Birgid.
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