Internationale Jugenbegegnung

Grenzenlos vernetzt: Junge Stimmen im Wiesbadener Rathaus

Was passiert, wenn Jugendliche aus drei Ländern gemeinsam über Medien, Meinung und Mitgestaltung nachdenken? Wenn aus Diskussionen Podcasts entstehen und aus Begegnungen Vertrauen wächst? Ein Projekt in Wiesbaden zeigt jetzt, wie europäische Gemeinschaft ganz konkret aussehen kann und warum ein kleiner Klick manchmal große Wirkung entfaltet.

Von: |Erschienen am: 31. Januar 2026 11:31|

Foto: Stadt Wiesbaden

Im Großen Festsaal des Wiesbadener Rathauses sind am Freitag, 30. Januar, Jugendliche aus Deutschland, Slowenien und Portugal zusammengekommen. Anlass war die internationale Jugendbegegnung „Create, Connect, Click!“, deren Teilnehmende von Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher (SPD) offiziell empfangen wurden.

Die jungen Menschen präsentierten dort ihre Ergebnisse aus mehreren Tagen gemeinsamer Arbeit und erhielten zum Abschluss den EU Youthpass als Anerkennung ihres Engagements.

Medienkompetenz und europäische Demokratie

Das Projekt verfolgte das Ziel, Jugendliche über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Medien in demokratischen Prozessen zu stärken. In internationalen Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit Themen wie Medienkonsum, Meinungsbildung, Desinformation und digitaler Verantwortung.

Dabei entstanden praxisnahe Medienprodukte, darunter kurze Videos, Podcasts und Interviews zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Begegnung als Schlüssel zum Verständnis

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung spielte der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Der direkte Kontakt bot den Jugendlichen die Möglichkeit, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und Vertrauen aufzubauen.

Workshops, Diskussionen und informelle Begegnungen stärkten das Gefühl, Teil einer europäischen Gemeinschaft zu sein.

Würdigung durch die Stadt Wiesbaden

„Internationale Jugendbegegnungen geben jungen Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und Gemeinsamkeiten über Ländergrenzen hinweg zu entdecken.

Diese Erfahrungen stärken Orientierung, Verantwortungsbewusstsein und demokratisches Denken – gerade in einer von Medien geprägten Welt“, sagte Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher während des Empfangs.

Breite internationale Zusammenarbeit

Organisiert wurde die Jugendbegegnung von der Caritas Jugendhilfe Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der slowenischen Organisation Zavod Manipura und der portugiesischen Organisation Grupo Recreativo Regufe.

Das Projekt ist Teil eines langfristigen internationalen Kooperationsprozesses und richtet sich ausdrücklich auch an Jugendliche aus der stationären Jugendhilfe.

Beitrag zum europäischen Zusammenhalt

Gefördert durch „Jugend für Europa“, die Nationale Agentur für das EU-Programm Erasmus+ Jugend in Aktion, machte der Empfang im Rathaus deutlich, welchen Beitrag internationale Jugendbegegnungen zum europäischen Zusammenhalt und Demokratie leisten.

Die Initiative unterstützt junge Menschen darin, sich aktiv, reflektiert und verantwortungsbewusst in einer demokratischen Gesellschaft zu bewegen.

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