Kriminalität

Drogenrache in Reisinger Anlagen: Mann zieht erneut den Kürzeren – Pfefferspray-Angriff nach missglücktem Deal

Kurioser Zwischenfall mit ernstem Hintergrund. In Wiesbaden kam es am späten Sonntagnachmittag zu einem brisanten Wiedersehen. Ein 29-jähriger Mann traf auf seinen mutmaßlichen Angreifer vom vergangenen Donnerstag und wurde prompt erneut attackiert. Nur dank einer geistesgegenwärtigen Reaktion mit seinem Mobiltelefon konnte das Opfer Schlimmeres verhindern.

Von: |Erschienen am: 26. Januar 2026 16:40|

Symbolfoto

Die Reisinger Anlagen in Wiesbaden wurden am Sonntagabend, 25. Januar,  erneut zum Schauplatz einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Gegen 17:50 Uhr erkannte ein 29-jähriger Wiesbadener einen Mann wieder, mit dem er offenbar noch eine Rechnung offen hatte. Bereits am Donnerstagabend, 22. Janaur, war es zwischen den beiden zu handgreiflichen Streitigkeiten gekommen, die laut Polizei auf ein gescheitertes Drogengeschäft zurückzuführen waren.

Zweite Runde – Vom Wortgefecht zum Reizgaseinsatz

Das Wiedersehen am Sonntag verlief alles andere als friedlich. Sofort entbrannte ein lautstarker Streit zwischen den beiden Kontrahenten. Im Verlauf des Wortgefechts zückte der Unbekannte plötzlich ein Pfefferspray und sprühte gezielt in Richtung des Gesichts des 29-Jährigen.

Das Smartphone als Schutzschild

In einer ungewöhnlichen Abwehrreaktion gelang es dem Angegriffenen, sein Handy schützend hochzuhalten. Tatsächlich fing das Gehäuse des Mobiltelefons den direkten Sprühstoß des Reizgases ab, sodass der 29-Jährige weitgehend unverletzt blieb. Nach der misslungenen Attacke ergriff der Täter sofort die Flucht und verschwand zu Fuß in unbekannte Richtung durch die Parkanlage.

Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Obwohl das Opfer physisch glimpflich davonkam, stuft die Polizei den Vorfall als gefährliche Körperverletzung ein. Die Ermittler des 1. Polizeireviers Wiesbaden prüfen nun die Hintergründe der Tat, die im kriminellen Milieu vermutet werden.

Die Polizei bittet Personen, die den Vorfall am Sonntagnachmittag in den Reisinger Anlagen beobachtet haben oder Hinweise auf den flüchtigen Täter geben können, sich unter der Rufnummer 0611 / 345-2140 zu melden.

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