Verkehrskontrolle
Spektakuläre Verfolgungsjagd von Wiesbaden bis nach Mainz
Eine geplante Verkehrskontrolle in Wiesbaden eskalierte in der Nacht zu Samstag zu einer gefährlichen Verfolgungsjagd über die Landesgrenze hinweg. Ein 33-jähriger Opel-Fahrer versuchte, sich der Polizei durch Flucht auf die Autobahn zu entziehen, doch die Fahrt endete in Mainz-Finthen mit einer gebrochenen Achse und Handschellen.
Symbolfoto
Einer Polizeistreife fiel in den frühen Morgenstunden des Samstags, 24. Janaur, um etwa 01:14 Uhr in der Mainzer Straße in Wiesbaden ein blauer Opel Agila auf. Das Fahrzeug war stadtauswärts mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Als die Beamten den Wagen stoppen wollten, begann eine Flucht, die erst Kilometer weiter in einem Wohngebiet in Mainz ihr Ende finden sollte.
Flucht über die Autobahn Richtung Mainz
Anstatt den Anhaltesignalen der Polizei Folge zu leisten, trat der Fahrer des Kleinwagens sofort das Gaspedal durch. Mit hoher Geschwindigkeit flüchtete der 33-Jährige vor dem Streifenwagen und steuerte sein Fahrzeug unmittelbar auf die Autobahn in Fahrtrichtung Mainz.
Mehrere Streifenwagen nahmen umgehend die Verfolgung des flüchtigen Opels auf. Die Jagd führte über die Autobahnbrücke bis in den Mainzer Stadtteil Finthen. Dabei nahmen die Beamten die Verfolgung unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte auf, während der Flüchtige versuchte, die Polizei durch riskante Manöver abzuhängen.
Unfall in Mainz-Finthen stoppt Amokfahrt
Das Ende der Flucht ereignete sich schließlich in der Dahlienstraße in Mainz-Finthen. In einer Kurve verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen Opel Agila und verursachte einen Alleinunfall. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass die Vorderachse des Pkw brach, was das Fahrzeug fahrunfähig machte.
Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt, auch andere Verkehrsteilnehmer kamen nicht zu Schaden. Die nacheilenden Polizisten konnten den Fahrer noch an der Unfallstelle festnehmen.
Drogen, keine Papiere und mehrere Strafverfahren
Bei der anschließenden Überprüfung des 33-jährigen Beschuldigten kamen schnell die Gründe für seine riskante Flucht ans Licht. Der Mann besitzt keinen gültigen Führerschein. Zu dem bestätigte ein Schnelltest vor Ort den Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.
Gegen den 33-Jährigen wurden umgehend mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens (Einzelrennen/Flucht), Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Fahrens unter Drogeneinfluss. Am Opel entstand erheblicher Sachschaden; er musste abgeschleppt werden.
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